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Das Alphabet (Tschechisch) und seine Aussprache

Das Alphabet (Tschechisch) Buchstabe für Buchstabe: der Name jedes Buchstabens, die Laute, für die er steht, Wörter zum Anhören, Buchstabengruppen und stumme Buchstaben.

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  1. Das tschechische Alphabet
  2. Buchstabengruppen
  3. Schriftzeichen
  4. Lautwandel am Wortende
  5. Kurz gefasst

Das Tschechische wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben, dazu kommen drei eigene Zeichen: der háček (č, š, ž, ř, ď, ť, ň, ě), die čárka (á, é, í, ó, ú, ý) und der kroužek (ů). Die Schreibung ist sehr regelmäßig: Jeder Buchstabe wird gesprochen, ein Wort wird gelesen, wie es geschrieben steht, und wer die Schreibungen kennt, kann jedes Wort vorlesen. Die Schwierigkeiten für Deutschsprachige liegen woanders: č, š und ž kennt das Deutsche aus „Tschechien“, „Schule“ und „Garage“, aber ř hat kein deutsches Gegenstück, ein gerolltes r und ein stimmhaftes ž zugleich; ch wird wie das ch von „Bach“ gesprochen, nie wie das von „ich“; c wird wie deutsches z in „Zeit“ gesprochen, v wie deutsches w; ein Vokal mit čárka ist lang, die Länge wird immer geschrieben (im Deutschen nur manchmal: Bahn, aber Rad) und unterscheidet Wörter; ě macht manche Konsonanten weich; und die Betonung liegt immer auf der ersten Silbe.

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Das tschechische Alphabet

Das tschechische Alphabet hat zweiundvierzig Buchstaben. Fünf davon haben in der alphabetischen Reihenfolge einen eigenen Platz: č steht nach allen Wörtern mit c, ch nach allen Wörtern mit h, ř nach r, š nach s und ž nach z, sodass im Wörterbuch chléb nach hora und vor i zu finden ist. Die übrigen Buchstaben mit Zeichen (á, ď, é, ě, í, ň, ó, ť, ú, ů, ý) werden unter ihrem einfachen Buchstaben einsortiert: dům steht bei den Wörtern mit d. Die Buchstaben q, w und x kommen meist nur in Lehnwörtern und fremden Namen vor. Die Vokale heißen so, wie sie klingen, lang gesprochen; die meisten Konsonanten heißen mit einem e wie in „Bett“, nach dem Konsonanten lang (bé, cé, dé) und davor kurz (ef, el, em). Für Deutschsprachige fallen die Namen von ch (chá), j (jé, nicht „Jot“), q (kvé, nicht „Ku“), v (vé, nicht „Fau“), w (dvojité vé), y (ypsilon, mit i, nicht mit ü) und z (zet, mit stimmhaftem z) auf.

Mit den Namen der Buchstaben buchstabiert man ein Wort laut, etwa seinen Namen oder seine Adresse am Telefon.

BuchstabeNameLauteBeispieleHinweis
A aá /aː//a/tamkurz, wie a in „Mann“ (tam); nie lang wie in „Bahn“
á, wie a in „Bahn“, lang gesprochen
Á ádlouhé á /ˈdlou̯ɦɛː aː/dlouhé á, „langes á“eingeordnet wie a
B bbé /bɛː//b/býtwie deutsches b in „Bett“ (být)
bé, mit dem e von „Bett“, lang gesprochen; nicht „be“ wie im Deutschen
C ccé /tsɛː//ts/cowie deutsches z in „Zeit“, auch am Wortanfang (co); nie „k“ und nie „s“
cé, das z von „Zeit“ mit einem langen e wie in „Bett“; nicht mit dem geschlossenen e des deutschen „Ce“
Č ččé /tʃɛː/čé, mit dem tsch von „Tschechien“
D ddé /dɛː//d/důmwie deutsches d in „Dach“ (dům); vor ě, i und í weich gesprochen (děkuji)
dé, mit dem e von „Bett“, lang gesprochen
Ď ďďé /ɟɛː/ďé, mit einem weichen deingeordnet wie d
E eé /ɛː//ɛ/peskurz, wie e in „Bett“ (pes); nie zum schwachen e von „bitte“ abgeschwächt, auch am Wortende nicht
é, wie e in „Bett“, lang gesprochen
É édlouhé é /ˈdlou̯ɦɛː ɛː/dlouhé é, „langes é“eingeordnet wie e
Ě ěije /ˈɪjɛ/ije, „i-je“; auch é s háčkem genannt, „é mit Häkchen“eingeordnet wie e
F fef /ɛf//f/filmwie deutsches f in „Fisch“ (film)
ef, wie im Deutschen
G ggé /ɡɛː//ɡ/gólhart, wie g in „gut“ (gól), auch vor e und i; meist in Lehnwörtern; nie wie g in „Garage“
gé, mit dem harten g von „gut“
H hhá /ɦaː//ɦ/horastimmhaft und hauchig, ein h mit Stimme (hora); kein deutsches Gegenstück, nicht das h von „Haus“ und nie stumm
há, wie deutsches „Ha“, aber mit dem stimmhaften h von hora
CH chchá /xaː/chá, mit dem ch von „Bach“
I ií /iː//ɪ/pivokurz, wie i in „Kind“ (pivo); nie lang wie in „Liebe“
í, wie ie in „Liebe“, lang gesprochen
Í ídlouhé í /ˈdlou̯ɦɛː iː/dlouhé í, „langes í“eingeordnet wie i
J jjé /jɛː//j/jáwie deutsches j in „ja“ (já)
jé, mit dem e von „Bett“, lang gesprochen; nicht „Jot“
K kká /kaː//k/kdowie deutsches k, ohne den Hauch von „Kind“ (kdo)
ká, wie deutsches „ka“
L lel /ɛl//l/ · /l̩/les vlkein klares l, wie in „Land“ (les); zwischen zwei Konsonanten eine eigene Silbe (vlk)
el, wie im Deutschen
M mem /ɛm//m/mámawie deutsches m in „Mann“ (máma)
em, wie im Deutschen
N nen /ɛn//n/noswie deutsches n in „Nase“ (nos); vor ě, i und í weich gesprochen (nic)
en, wie im Deutschen
Ň ňeň /ɛɲ/eň, am Ende mit dem gn von „Champagner“eingeordnet wie n
O oó /oː//o/oknokurz, wie o in „Sonne“, etwas geschlossener (okno)
ó, ein reines o wie in „Boot“, lang gesprochen
Ó ódlouhé ó /ˈdlou̯ɦɛː oː/dlouhé ó, „langes ó“eingeordnet wie o
P ppé /pɛː//p/peswie deutsches p, ohne den Hauch von „Pass“ (pes)
pé, mit dem e von „Bett“, lang gesprochen
Q qkvé /kvɛː/kvé, ein Buchstabe der Lehnwörter und Namen, gesprochen „kv“; nicht „Ku“
R rer /ɛr//r/ · /r̩/ruka krkein gerolltes Zungenspitzen-r (ruka); nicht das Rachen-r der meisten Deutschsprachigen; zwischen zwei Konsonanten eine eigene Silbe (krk)
er, mit gerolltem r
Ř řeř /ɛr̝/eř, das e von „Bett“, gefolgt von ř
S ses /ɛs//s/sýrimmer stimmlos, wie ß in „Straße“ (sýr), auch zwischen zwei Vokalen; nie wie das stimmhafte s in „Sonne“
es, wie im Deutschen
Š šeš /ɛʃ/eš, mit dem sch von „Schule“
T tté /tɛː//t/tamwie deutsches t, ohne den Hauch von „Tisch“ (tam); vor ě, i und í weich gesprochen (ticho)
té, mit dem e von „Bett“, lang gesprochen
Ť ťťé /cɛː/ťé, mit einem weichen teingeordnet wie t
U uú /uː//u/rukakurz, wie u in „Mutter“ (ruka); nie wie ü
ú, wie u in „Hut“, lang gesprochen
Ú údlouhé ú /ˈdlou̯ɦɛː uː/dlouhé ú, „langes ú“eingeordnet wie u
Ů ůů s kroužkem /uː s ˈkrou̯ʃkɛm/ů s kroužkem, „ů mit Ringlein“eingeordnet wie u
V vvé /vɛː//v/vodawie deutsches w in „Wasser“ (voda); nie wie deutsches v in „Vater“
vé, mit dem e von „Bett“, lang gesprochen; nicht „fau“
W wdvojité vé /ˈdvojɪtɛː vɛː/dvojité vé, „doppeltes v“, ein Buchstabe der Lehnwörter und Namen, gesprochen wie deutsches w
X xiks /ɪks//ks/taxi„ks“, wie in „Taxi“ (taxi)
iks, wie im Deutschen
Y yypsilon /ˈɪpsɪlon//ɪ/myderselbe Laut wie i, kurz wie i in „Kind“ (my); nie wie ü
ypsilon, auf der ersten Silbe betont; nicht „üpsilon“
Ý ýdlouhé ypsilon /ˈdlou̯ɦɛː ˈɪpsɪlon/dlouhé ypsilon, „langes ypsilon“eingeordnet wie y
Z zzet /zɛt//z/zimastimmhaft, wie s in „Sonne“ (zima); nie wie deutsches z in „Zeit“
zet, mit stimmhaftem z und dem e von „Bett“
Ž žžet /ʒɛt/žet, mit dem stimmhaften g von „Garage“

Buchstabieren. Ein Wort wird mit dem Namen jedes Buchstabens buchstabiert: Auf die Frage Jak se to píše? („Wie schreibt man das?“) lautet die Antwort für Eva é – vé – á. Ein Buchstabe mit Zeichen wird mit seinem Zeichen genannt: dlouhé á („langes á“) für á, ů s kroužkem („ů mit Ringlein“) für ů, ije oder é s háčkem („é mit Häkchen“) für ě.

  • Jak se to píše?Wie schreibt man das?
  • dlouhé álanges á
  • ů s kroužkemů mit Ringlein

Merke

Im Tschechischen heißt c cé („zeh“), h há, j jé („jeh“), w dvojité vé und y ypsilon. Ch ist ein einziger Buchstabe und steht nach h; č, ř, š und ž stehen jeweils nach ihrem einfachen Buchstaben.

Viele Konsonanten werden ähnlich wie im Deutschen gesprochen: b, d, f, g (immer hart, wie in „gut“), j, k, l, m, n, p und t, wobei p, t und k ohne den Hauch gesprochen werden, den man im Deutschen in „Pass“, „Tisch“ oder „Kind“ hört. Anders als im Deutschen werden c, h, r, s, v, z und die Vokale gesprochen. Jeder Vokal hat einen klaren Laut, betont oder unbetont, und wird nie zum schwachen e von „bitte“ abgeschwächt.

Unterschied zum Deutschen

Im Deutschen zeigt die Schreibung die Vokallänge nur manchmal (Staat, Bahn, aber Rad, Tag); im Tschechischen zeigt die čárka sie immer an, und jeder Vokal kommt kurz und lang vor: okno hat zwei kurze o. Die Buchstaben i und y sind zwei Schreibungen eines Lauts, des i von „Kind“: my („wir“) klingt wie „mi“, nie wie deutsches „mü“. Drei Buchstaben haben den Laut eines anderen deutschen Buchstabens: c klingt wie deutsches z, v wie deutsches w und s wie ß; wer „Zeit“, „Wasser“ und „Straße“ liest, hört c, v und s.

Die Buchstaben r und l als Silben

Zwischen zwei Konsonanten oder nach einem Konsonanten am Wortende werden r und l als eigene Silbe gesprochen, ohne Vokal: krk („Hals“) und vlk („Wolf“) haben je eine Silbe, Brno hat zwei, Br-no.

  • cowas
  • jáich
  • horaBerg
  • my / pivowir / Bier
  • rukaHand
  • krk / vlkHals / Wolf

Häufige Fehler

  • [ko] → [tso]In co wird c wie deutsches z gesprochen, auch am Wortanfang.
  • [myː] → [mɪ]In my wird y wie das i von „Kind“ gesprochen, nie wie ü.
  • [hoːra] → [ɦora]In hora ist h ein stimmhaftes, hauchiges h und kurz gesprochen, nicht lang wie in „Hahn“.

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Buchstabengruppen

Einige tschechische Laute werden mit zwei Buchstaben geschrieben, und ein Konsonant wird vor ě, i und í weich gesprochen. Ch ist ein Laut und ein Buchstabe; ou ist eine Silbe; dž ist das dsch von „Dschungel“. Nach d, t und n zeigen die Buchstaben ě, i und í, dass der Konsonant weich ist: dě, tě, ně werden mit den weichen Lauten gesprochen, die auch ď, ť, ň geschrieben werden, und ebenso di, ti, ni. Nach b, p und v wird ě „je“ gesprochen; nach m wird es „nje“ gesprochen.

SchreibungLauteBeispieleHinweis
ch/x/chlébwie ch in „Bach“ (chléb); nie das ch von „ich“ und nie „k“
ou/ou̯/koupelnaeine Silbe, ein o, das in einem Zug zu einem kurzen u gleitet (koupelna); kein deutsches Gegenstück, nie ein einfaches u und nie „au“ wie in „Haus“
dž/dʒ/džuswie dsch in „Dschungel“ (džus)
dě/ɟɛ/děkujiein weiches d und ein e, wie „dj“ mit dem e von „Bett“ (děkuji)
tě/cɛ/těloein weiches t und ein e, wie „tj“ mit dem e von „Bett“ (tělo)
ně/ɲɛ/něcowie „nje“, mit dem gn von „Champagner“ (něco)
di/ɟɪ/divadloein weiches d und das i von „Kind“ (divadlo)
ti/cɪ/tichoein weiches t und das i von „Kind“ (ticho)
ni/ɲɪ/nicdas gn von „Champagner“ und das i von „Kind“ (nic)
bě/bjɛ/obědein b und „je“ (oběd)
pě/pjɛ/pětein p und „je“ (pět)
vě/vjɛ/věcein v (wie w) und „je“ (věc)
mě/mɲɛ/město„mnje“, ein m und das gn von „Champagner“ (město)

Unterschied zum Deutschen

Das Deutsche hat kein weiches d, t oder n; im Tschechischen unterscheiden sie Wörter. Sie werden gesprochen, indem die Zungenmitte gegen den Gaumen gedrückt wird, ähnlich dem dj in „Adieu“, dem tj in „Matjes“ und dem gn in „Champagner“. Ein d, t oder n vor y oder ý bleibt hart: ty („du“) beginnt mit einem einfachen t, ticho („Stille“) mit einem weichen.

  • chlébBrot
  • koupelnaBadezimmer
  • džusSaft
  • děkujidanke
  • nicnichts
  • pětfünf
  • městoStadt

Merke

Ch und h sind zwei verschiedene Laute: ch ist das stimmlose ch von „Bach“ (chléb), h ein stimmhaftes, hauchiges h (hora). Ě steht nie am Wortanfang; nach d, t und n zeigt es einen weichen Konsonanten an, nach b, p, v und m wird es „je“ oder „nje“ gesprochen.

Häufige Fehler

  • [tʃlɛːp] → [xlɛːp]In chléb wird ch wie das ch von „Bach“ gesprochen, nicht wie das tsch von „Tschechien“.
  • [ˈdɛkujɪ] → [ˈɟɛkujɪ]In děkuji wird dě mit einem weichen d gesprochen, nie mit einem einfachen.
  • [mɛsto] → [ˈmɲɛsto]In město wird mě „mnje“ gesprochen.

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Schriftzeichen

Im Tschechischen gibt es drei Zeichen, die jeweils Teil des Buchstabens sind. Die čárka („Strich“) über á, é, í, ó, ú und ý zeigt einen langen Vokal an: derselbe Laut, etwa doppelt so lang gehalten. Der kroužek („Ringlein“) über ů zeigt ebenfalls ein langes u an. Der háček („Häkchen“) über č, š, ž, ř, ď, ť, ň und ě zeigt einen anderen Laut an; bei ď und ť wird er als kleiner Strich neben dem Buchstaben gedruckt. Ein Zeichen zeigt nie die Betonung an, und ein Wort ohne sein Zeichen ist falsch geschrieben oder wird zu einem anderen Wort.

SchreibungLauteBeispieleHinweis
á/aː/mámein langes a, wie in „Bahn“ (mám)
č/tʃ/čajwie tsch in „Tschechien“ (čaj)
ď/ɟ/Maďarskoein weiches d, wie „dj“ (Maďarsko); vor ě, i und í als d geschrieben
é/ɛː/mlékoein langes offenes e, wie ä in „Räte“ (mléko); nie wie ee in „See“
ě/jɛ/ · /ɛ/pět děkujinach b, p, v und f „je“ (pět); nach m „nje“ (město); nach d, t und n ein einfaches e, der Konsonant davor wird weich gesprochen (děkuji)
í/iː/bílýein langes i, wie ie in „Liebe“ (bílý)
ň/ɲ/kůňwie das gn von „Champagner“ (kůň); vor ě, i und í als n geschrieben
ó/oː/gólein langes o, wie in „Boot“ (gól); meist in Lehnwörtern
ř/r̝/řekaein gerolltes r und ein stimmhaftes ž zugleich, wie in Dvořák (řeka); nach p, t und k eher ein gerolltes r mit „sch“ (tři); nie r gefolgt von ž
š/ʃ/školawie sch in „Schule“ (škola)
ť/c/chuťein weiches t, wie tj in „Matjes“ (chuť); vor ě, i und í als t geschrieben
ú/uː/úterýein langes u, wie in „Hut“ (úterý); am Wortanfang geschrieben
ů/uː/důmein langes u, wie in „Hut“, derselbe Laut wie ú (dům); im Wortinneren oder am Ende geschrieben, nie am Anfang
ý/iː/býtein langes i, wie ie in „Liebe“, derselbe Laut wie í (být)
ž/ʒ/ženawie das stimmhafte g in „Garage“ (žena)

Die Betonung

Ein tschechisches Wort wird auf der ersten Silbe betont: děkuji (DJE-ku-ji), Praha, okno. Ein langer Vokal ist nicht automatisch betont: In dobrý („gut“) liegt die Betonung auf do-, und das lange ý wird lang, aber unbetont gesprochen. Die Betonung wird nie geschrieben.

Unterschied zum Deutschen

Im Deutschen ist ein betonter Vokal meist lang oder zumindest kräftig, ein unbetonter kurz oder abgeschwächt. Im Tschechischen sind Länge und Betonung voneinander unabhängig: Ein langer Vokal kann in jeder Silbe stehen, und er unterscheidet Wörter: byt („Wohnung“) und být („sein“), pas („Pass“) und pás („Gürtel“). Ú und ů sind zwei Schreibungen eines Lauts: ú steht am Wortanfang (úterý), ů im Wortinneren oder am Ende (dům, domů). Í und ý sind ebenfalls ein Laut, ebenso i und y.

  • mámich habe
  • mlékoMilch
  • důmHaus
  • čajTee
  • řekaFluss
  • školaSchule
  • ženaFrau

Häufige Fehler

  • [ˈrʒɛka] → [ˈr̝ɛka]In řeka ist ř ein einziger Laut, ein gerolltes r und ein stimmhaftes „sch“ zugleich, nie r gefolgt von ž.
  • [dum] → [duːm]In dům ist ů ein langes u, etwa doppelt so lang gehalten wie u.
  • [maˈɟarsko] → [ˈmaɟarsko]Maďarsko wird auf der ersten Silbe betont, wie jedes tschechische Wort.

Großschreibung. Wie im Deutschen steht ein Großbuchstabe am Satzanfang und bei Eigennamen. Viele Namen aus mehreren Wörtern werden nur am ersten Wort großgeschrieben: Česká republika („die Tschechische Republik“). Das Substantiv der Nationalität wird großgeschrieben, Čech („ein Tscheche“), Němec („ein Deutscher“), aber das Adjektiv wird kleingeschrieben, wie im Deutschen: český („tschechisch“), německý („deutsch“), und anders als im Deutschen auch die Sprache: čeština („das Tschechische“). Wochentage und Monate werden ebenfalls kleingeschrieben: pondělí („Montag“), leden („Januar“). Anders als im Deutschen werden gewöhnliche Substantive kleingeschrieben: dům („Haus“). In einem Brief oder einer Nachricht kann die Höflichkeitsform Vy („Sie“) und Váš („Ihr“) als Zeichen des Respekts großgeschrieben werden. Ein Großbuchstabe wird mit seinem Zeichen geschrieben: Č, Ř, Ž, Ú.

Zeichensetzung. Vor jedem Nebensatz steht ein Komma, auch vor denen mit že („dass“) und který („der, welcher“), wie im Deutschen: Myslím, že přijde. („Ich denke, dass er kommt.“). Vor a („und“), das zwei gleichrangige Teile verbindet, steht kein Komma. Anführungszeichen stehen unten am Anfang und oben am Ende, wie im Deutschen: „Ahoj,“ řekla.

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Lautwandel am Wortende

Im Tschechischen ist kein Buchstabe stumm, wie das h in „Bahn“. Aber ein Konsonant wird nicht immer mit seinem eigenen Laut gesprochen. Am Wortende werden b, d, ď, g, h, v, z und ž stimmlos gesprochen, als p, t, ť, k, ch, f, s und š, genau wie im Deutschen Rad wie „Rat“ klingt: chléb klingt wie „chlep“. Im Wortinneren und zwischen Wörtern, die zusammen gesprochen werden, wird eine Konsonantengruppe ganz stimmhaft oder ganz stimmlos gesprochen, nach ihrem letzten Konsonanten: kde („wo“) wird „gde“ gesprochen, všechno („alles“) „fschechno“, mit dem ch von „Bach“. Ein v nach einem anderen Konsonanten lässt diesen unverändert: svět („Welt“) wird mit einem einfachen s gesprochen.

SchreibungLauteBeispieleHinweis
-b/p/chlébwie „p“ (chléb)
-d/t/obědwie „t“ (oběd)
-ž/ʃ/mužwie „sch“ in „Schule“ (muž)

Unterschied zum Deutschen

Wie im Deutschen Rad und Rat gleich enden, wird im Tschechischen ein b am Wortende „p“ und ein d „t“ gesprochen, sodass chléb auf einen „p“-Laut und oběd auf einen „t“-Laut endet. Das b wird geschrieben, weil man es wieder hört, sobald eine Endung folgt: chleba („des Brotes“), obědy („Mittagessen“). Ebenso endet muž („Mann“) auf einen „sch“-Laut, und muži („Männer“) wird mit dem stimmhaften g von „Garage“ gesprochen.

  • chlébBrot
  • obědMittagessen
  • mužMann

Häufige Fehler

  • [xlɛːb] → [xlɛːp]Am Ende von chléb wird b „p“ gesprochen.
  • [ˈobjɛd] → [ˈobjɛt]Am Ende von oběd wird d „t“ gesprochen.
  • [muʒ] → [muʃ]Am Ende von muž wird ž wie sch in „Schule“ gesprochen.

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Kurz gefasst

GeschriebenGesprochenBeispiel
cwie z in „Zeit“co
jwie j in „ja“já
vwie w in „Wasser“voda
s, zs stimmlos wie ß; z stimmhaft wie s in „Sonne“sýr, zima
chch von „Bach“chléb
hstimmhaftes, hauchiges hhora
č, š, žtsch, sch, stimmhaftes g von „Garage“čaj, škola, žena
řgerolltes r und stimmhaftes ž zugleichřeka
i, yi von „Kind“pivo, my
á é í ó ú ý ůlange Vokalemám, dům
ú / ůlanges u: ú am Anfang, ů sonstúterý, dům
dě tě ně, di ti niweiches d, t, nděkuji, nic
bě pě vě, měb, p, v + „je“; „mnje“pět, město
ou„o“, das zu „u“ gleitet, eine Silbekoupelna
b, d, ž am Wortendep, t, schchléb, oběd, muž
Betonungerste Silbeděkuji