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Das spanische Alphabet und seine Aussprache

Das spanische Alphabet Buchstabe für Buchstabe: der Name jedes Buchstabens, die Laute, für die er steht, Wörter zum Anhören, Buchstabengruppen und stumme Buchstaben.

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  1. Das spanische Alphabet
  2. Buchstabenverbindungen
  3. Die Betonung und die Akzentzeichen
  4. Das stumme h und die Wortenden
  5. Zusammenfassung

Das Spanische wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben, ergänzt um einen Buchstaben, das ñ: Das spanische Alphabet hat siebenundzwanzig Buchstaben. Die Rechtschreibung ist sehr regelmäßig: Wer den Lautwert jedes Buchstabens und jeder Buchstabenverbindung kennt, kann jedes Wort richtig vorlesen, und das Akzentzeichen zeigt die betonte Silbe immer dann, wenn die Regel sie nicht angibt. Schwierig sind für deutschsprachige Lernende vor allem c vor e und i und das z, die in Spanien mit der Zunge zwischen den Zähnen gesprochen werden wie das englische th und in Lateinamerika wie ein stimmloses s, nie wie das deutsche z in „Zeit“; das s, das immer stimmlos ist; b und v, die gleich ausgesprochen werden; das stumme h; ll und y; das ñ; das geschlagene r und das gerollte rr; qu und gu, deren u nicht gesprochen wird; ch, das immer wie „tsch“ klingt; ei, eu und ie, die anders als im Deutschen gelesen werden; die Vokale, die immer kurz und deutlich gesprochen werden, auch am Wortende; die Betonung und das Akzentzeichen; die kleingeschriebenen Substantive; und schließlich das umgekehrte Frage- und Ausrufezeichen, ¿ und ¡, die die Frage und den Ausruf eröffnen. Leicht ist dagegen die jota: Das j und das g vor e und i klingen wie das ch in „Bach“, ein Laut, den das Deutsche kennt.

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Das spanische Alphabet

Das spanische Alphabet hat dieselbe Reihenfolge wie das deutsche; das ñ steht direkt nach dem n: Im Wörterbuch kommt año nach allen Wörtern auf an-. Die Vokale heißen wie ihr Laut. Viele Konsonanten heißen wie im Deutschen: b „be“, d „de“, k „ka“, p „pe“, q „ku“, t „te“; andere beginnen mit einem kurzen „e“ und enden auf ein gesprochenes „e“: f „efe“, l „ele“, m „eme“, n „ene“, s „esse“. Beim Buchstabieren werden am häufigsten die Namen von c („the“), g („che“), h („atsche“), j („chota“), v („ube“), y („je“) und z („theta“) verwechselt. Die Verbindungen ch und ll galten bis 2010 als eigene Buchstaben; heute nicht mehr, aber ihre alten Namen che („tsche“) und elle hört man noch.

Mit den Namen der Buchstaben buchstabiert man ein Wort laut, etwa seinen Namen oder seine Adresse am Telefon.

BuchstabeNameLauteBeispieleHinweis
A aa /a//a/casawie im Deutschen, immer kurz (casa)
„a“, wie im Deutschen
B bbe /be//b/buenowie das deutsche b am Wortanfang und nach m oder n (bueno); zwischen zwei Vokalen weicher, die Lippen berühren sich kaum; derselbe Laut wie v
„be“, wie im Deutschen; in Lateinamerika sagt man oft be larga oder be alta, um es vom v zu unterscheiden
C cce /θe//k/ · /θ/casa cenawie k vor a, o, u und vor einem Konsonanten (casa); vor e und i in Spanien mit der Zunge zwischen den Zähnen wie das englische th in think, in Lateinamerika wie ein stimmloses s (cena); nie wie „ts“ in „Celsius“
„the“, in Spanien mit der Zunge zwischen den Zähnen wie das englische th in think; in Lateinamerika „sse“; nicht „tse“
D dde /de//d/díawie das deutsche d am Wortanfang und nach n oder l (día); zwischen zwei Vokalen und am Wortende weich, wie das englische th in this
„de“, wie im Deutschen
E ee /e//e/mesakurz und klar, zwischen dem e von „See“ und dem von „Bett“ (mesa); nie wie das schwache e in „bitte“, auch am Wortende nicht
„e“, kurz und klar
F fefe /ˈefe//f/familia„efe“, mit gesprochenem e am Ende
G gge /xe//ɡ/ · /x/gato gentewie g in „gut“ vor a, o, u und vor einem Konsonanten (gato); vor e und i wie ch in „Bach“ (gente); nie wie g in „Gel“
„che“, mit dem ch von „Bach“; nicht „ge“
H hhache /ˈatʃe/stummahorawird nie gesprochen (ahora)
„atsche“; der Buchstabe selbst wird nie gesprochen; nicht „ha“
I ii /i//i/ · /j/si bienwie im Deutschen, aber immer kurz (sí); vor einem anderen Vokal wie das deutsche j in „ja“ (bien)
„i“, wie im Deutschen; man sagt auch i latina, um es vom y zu unterscheiden
J jjota /ˈxota//x/jamónwie ch in „Bach“, ein Reibelaut hinten im Rachen (jamón); in der Karibik und in Mittelamerika nur ein Hauch wie das deutsche h; nie wie j in „ja“
„chota“, mit dem ch von „Bach“; nicht „jott“
K kka /ka//k/kilowie im Deutschen, in einigen Lehnwörtern (kilo)
„ka“, wie im Deutschen; Buchstabe einiger Lehnwörter
L lele /ˈele//l/luna„ele“, mit gesprochenem e am Ende
M meme /ˈeme//m/madre„eme“, mit gesprochenem e am Ende
N nene /ˈene//n/no„ene“, mit gesprochenem e am Ende
Ñ ñeñe /ˈeɲe/„enje“, mit dem „nj“ von „Champagner“; ein eigener Buchstabe, der nach dem n steht
O oo /o//o/ochokurz und klar, wie in „Moment“ (ocho); nie lang wie in „Boot“
„o“, kurz und klar
P ppe /pe//p/padre„pe“, wie im Deutschen
Q qcu /ku//k/quesosteht immer vor einem stummen u; qu wird wie k gelesen (queso); nie „kw“ wie in „Quelle“
„ku“, wie im Deutschen
R rerre /ˈere//ɾ/ · /r/pero rosazwischen zwei Vokalen und nach einem Konsonanten derselben Silbe ein einziger Schlag der Zungenspitze (pero); am Wortanfang und nach n, l oder s gerollt, mit mehreren Schlägen (rosa); nie im Rachen gerieben, und am Wortende immer gesprochen, nie verschluckt wie in „Lehrer“
„erre“, mit gerolltem r
S sese /ˈese//s/síimmer stimmlos wie in „Bus“, auch am Wortanfang und zwischen Vokalen (sí); nie stimmhaft wie in „Sonne“ oder „Rose“
„esse“, mit stimmlosem s wie in „Bus“
T tte /te//t/todo„te“, wie im Deutschen
U uu /u//u/ · /w/luna buenowie im Deutschen, aber immer kurz (luna); vor einem anderen Vokal wie ein flüchtiges u, ähnlich dem englischen w (bueno)
„u“, wie im Deutschen
V vuve /ˈube//b/vinoderselbe Laut wie b (vino); nie wie f in „Vater“ und nie wie das deutsche w
„ube“; in Lateinamerika auch ve, gesprochen „be“, ve corta oder ve baja; nicht „fau“
W wuve doble /ˈube ˈdoble//w/webwie das englische w, in Lehnwörtern (web)
„ube doble“, das heißt „doppeltes v“; in Mexiko „doble u“; nicht „we“
X xequis /ˈekis//ks/taxi„ks“ zwischen zwei Vokalen (taxi); in México, Oaxaca und Texas wie ch in „Bach“
„ekis“, mit stimmlosem s am Ende
Y yye /ʝe//ʝ/ · /i/yo hoyvor einem Vokal wie das deutsche j in „ja“, aber kräftiger, oft fast wie „dsch“ (yo); am Wortende (hoy) und als Konjunktion y („und“) wie i
„je“, wie in „jeder“, aber kräftiger; der alte Name i griega („griechisches i“) ist noch sehr verbreitet; nicht „ypsilon“
Z zzeta /ˈθeta//θ/zapatowie c vor e und i: in Spanien mit der Zunge zwischen den Zähnen, in Lateinamerika wie ein stimmloses s (zapato); nie „ts“ wie das deutsche z in „Zeit“
„theta“, mit dem englischen th von think, in Spanien; „sseta“ in Lateinamerika; nicht „tsett“

Das Buchstabieren. Beim Buchstabieren wird jeder Buchstabe mit seinem Namen genannt: Auf die Frage ¿Cómo se escribe? („Wie schreibt man das?“) antwortet man zum Beispiel G-I-L, „che – i – ele“. Das rr wird doble erre („doppeltes r“) genannt, das ll doble ele oder elle. Ein Buchstabe mit Akzentzeichen wird mit con tilde angesagt: José wird „chota – o – esse – e con tilde“ buchstabiert. Die Buchstabennamen sind weiblich und haben einen Plural: la be, las erres, dos íes.

  • ¿Cómo se escribe?Wie schreibt man das?
  • G-I-LG, I, L
  • doble erreDoppel-r
  • con tildemit Akzent

Merke

Im Spanischen heißt der Buchstabe c „the“, der Buchstabe g „che“, der Buchstabe h „atsche“, der Buchstabe j „chota“, der Buchstabe v „ube“, der Buchstabe y „je“ und der Buchstabe z „theta“. Diese Buchstaben werden beim Buchstabieren eines Namens oder einer Adresse am häufigsten verwechselt.

Die fünf Vokale werden immer kurz und deutlich ausgesprochen, an jeder Stelle im Wort, betont oder unbetont: Das Spanische kennt weder lange Vokale wie in „Saat“ noch das schwache e von „bitte“, und e und o gleiten nie in einen anderen Vokal über. Die meisten Konsonanten werden wie im Deutschen ausgesprochen: f, k, l, m, n, p und t. Anders gelesen werden vor allem c und g, deren Laut vom folgenden Vokal abhängt, sowie s, z, b und v, d, h und r.

Unterschied zum Deutschen

Im Spanischen werden b und v gleich ausgesprochen: vino und bueno beginnen mit demselben Laut, einem b. Unterschieden werden dagegen das s, das immer stimmlos ist, und der Laut des z und des c vor e und i, den man in Nord- und Mittelspanien mit der Zunge zwischen den Zähnen spricht; in Lateinamerika, auf den Kanaren und in Teilen Andalusiens wird er wie s gesprochen, und diese Aussprache, der seseo, ist ebenso richtig wie die andere. Das deutsche z, „ts“, gibt es im Spanischen nicht. Auch zwischen zwei Vokalen und am Wortanfang bleibt das s stimmlos: casa klingt wie „kassa“, sí wie „ssi“.

  • casa / cenaHaus / Abendessen
  • gato / genteKatze / Leute
  • bueno / vinogut / Wein
  • pero / rosaaber / Rose

c, z, g und j

Vor a, o, u und vor einem Konsonanten wird c wie k und g wie in „gut“ ausgesprochen. Vor e und i wird c wie z ausgesprochen, in Spanien mit der Zunge zwischen den Zähnen, in Lateinamerika wie s, und g wie j, mit dem ch von „Bach“. Das z steht fast nur vor a, o, u und am Wortende; vor e und i schreibt man c: lápiz, lápices. Soll vor e und i der Laut k erhalten bleiben, schreibt man qu (queso); soll das g von „gut“ erhalten bleiben, schreibt man gu (guitarra).

Häufige Fehler

  • [ˈtsena] → [ˈθena]cena beginnt in Spanien mit dem Laut der Zunge zwischen den Zähnen, in Lateinamerika mit s; nie mit dem „ts“ des deutschen z.
  • [ˈɡente] → [ˈxente]In gente wird das g vor e wie ch in „Bach“ ausgesprochen, nie wie in „Gel“.
  • [ˈkaza] → [ˈkasa]In casa bleibt das s zwischen zwei Vokalen stimmlos wie in „Bus“.
  • [ˈvino] → [ˈbino]In vino wird das v wie ein b ausgesprochen, weder wie f noch wie das deutsche w.
  • [ˈtsapato] → [θaˈpato]zapato beginnt nicht mit dem deutschen z, und die Betonung liegt auf der vorletzten Silbe.

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Buchstabenverbindungen

Mehrere Laute werden mit zwei Buchstaben geschrieben. Die Verbindung ch bezeichnet den Laut „tsch“ von „Deutsch“, nie den ch-Laut von „ich“ oder „Bach“. Die Verbindung ll und das y vor einem Vokal werden heute fast überall gleich ausgesprochen, ungefähr wie das deutsche j, aber kräftiger. Das rr bezeichnet das gerollte r zwischen zwei Vokalen. In qu und gu vor e und i wird das u nicht gesprochen. Zwei aufeinanderfolgende Vokale werden nacheinander ausgesprochen: ei ist nie das deutsche „ei“ in „mein“, eu nie das „eu“ in „heute“, und ie ist nie das lange i in „Liebe“, sondern „je“: bien klingt wie „bjen“.

SchreibungLauteBeispieleHinweis
ch/tʃ/chico„tsch“, wie in „Deutsch“ (chico); nie wie ch in „ich“ oder „Bach“
ll/ʝ/llamarungefähr wie das deutsche j in „ja“, aber kräftiger, oft fast wie „dsch“ (llamar); in Argentinien und Uruguay wie „sch“ oder wie das j in „Journal“; nie wie l
rr/r/perroein gerolltes r, mit mehreren Schlägen der Zungenspitze (perro)
qu/k/quesowie k, vor e und i; das u wird nicht gesprochen (queso); nie „kw“ wie in „Quelle“
gu/ɡ/guitarrawie g in „gut“, vor e und i; das u wird nicht gesprochen (guitarra)
ge/x/gente„che“, mit dem ch von „Bach“ (gente)
gi/x/página„chi“, mit dem ch von „Bach“ (página)
ce/θ/cena„the“, mit der Zunge zwischen den Zähnen, in Spanien; „sse“ in Lateinamerika (cena); nie „tse“
ci/θ/cinco„thi“, mit der Zunge zwischen den Zähnen, in Spanien; „ssi“ in Lateinamerika (cinco); nie „tsi“
an/an/pan„a“, dann ein gesprochenes n, wie in „Mann“ (pan); nie nasal
en/en/bien„e“, dann ein gesprochenes n, wie in „Ende“ (bien); nie nasal
on/on/con„o“, dann ein gesprochenes n, wie in „von“ (con); nie nasal wie in „Balkon“
ei/ei/seis„e“, dann „i“, in einer Silbe (seis); nie wie das deutsche „ei“ in „mein“
eu/eu/euro„e“, dann „u“, in einer Silbe (euro); nie „oi“ wie im deutschen „Euro“
  • chicoJunge
  • llamarrufen, anrufen
  • perroHund
  • quesoKäse
  • guitarraGitarre
  • seissechs
  • euroEuro

Ein r oder zwei

Zwischen zwei Vokalen ist r ein einziger Schlag der Zungenspitze und rr ein gerolltes r mit mehreren Schlägen; an diesem Unterschied werden Wörter auseinandergehalten: pero („aber“) und perro („Hund“). Das rr steht nur zwischen zwei Vokalen: Am Wortanfang und nach n, l oder s wird schon ein einfaches r gerollt (rosa, Enrique). Das spanische r wird immer mit der Zungenspitze hinter den oberen Zähnen gebildet, nie im Rachen wie das deutsche r in „Rose“, und am Wortende wird es immer gesprochen: hablar endet auf einem r, nie auf einem a-ähnlichen Laut wie „Lehrer“.

Merke

ch wird „tsch“ gelesen, ll ungefähr wie das deutsche j; in queso und guitarra wird das u nicht gesprochen. seis klingt wie „se-is“, euro wie „e-uro“.

Häufige Fehler

  • [ˈçiko] → [ˈtʃiko]In chico wird ch wie „tsch“ gelesen, nie wie ch in „ich“.
  • [laˈmaɾ] → [ʝaˈmaɾ]In llamar wird ll nicht wie l gelesen, sondern ungefähr wie das deutsche j.
  • [ˈpeɾo] → [ˈpero]Für „Hund“ wird das rr von perro gerollt; pero mit einem einzigen Schlag bedeutet „aber“.
  • [ˈkweso] → [ˈkeso]In queso wird das u nicht gesprochen.
  • [ˈsaɪs] → [ˈseis]In seis werden e und i beide gesprochen, nie wie das deutsche „ei“; das s ist stimmlos.
  • [ˈɔʏro] → [ˈeuɾo]euro beginnt mit „e-u“, nicht mit dem „eu“ des deutschen „Euro“.

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Die Betonung und die Akzentzeichen

Jedes spanische Wort hat eine betonte Silbe, die lauter gesprochen wird als die anderen, und ihre Stelle kann Wörter unterscheiden: caso („Fall“) und casó („er heiratete“). Sie liegt oft nicht auf der ersten Silbe wie bei vielen deutschen Wörtern. Eine einfache Regel gibt die Stelle der Betonung an; das Akzentzeichen, immer ein Akut, steht nur auf Wörtern, die von dieser Regel abweichen. Es ändert den Laut des Vokals nie: é wird wie e ausgesprochen.

Wo die Betonung liegt

Ein Wort, das auf einen Vokal, auf n oder auf s endet, wird auf der vorletzten Silbe betont: casa, hablan, libros. Ein Wort, das auf einen anderen Konsonanten endet, wird auf der letzten Silbe betont: hablar, español, usted, reloj. Ein Wort, das anders betont wird, trägt ein Akzentzeichen auf dem betonten Vokal: café, también, adiós (letzte Silbe), árbol, lápiz (vorletzte Silbe), música, teléfono (drittletzte Silbe; diese Wörter tragen immer ein Akzentzeichen).

SchreibungLauteBeispieleHinweis
á/a/árbolbetontes a, wo die Regel die Betonung nicht dorthin legt (árbol)
é/e/cafébetontes e; derselbe Laut wie e, das Zeichen zeigt nur die betonte Silbe (café)
í/i/aquíbetontes i (aquí); neben einem anderen Vokal trennt es die beiden Vokale in zwei Silben (día)
ó/o/adiósbetontes o; derselbe Laut wie o (adiós)
ú/u/músicabetontes u (música)
ü/w/pingüinodas Trema auf dem u von güe und güi: Das u wird dann gesprochen, „gw“ (pingüino); kein Umlaut wie im Deutschen
ñ/ɲ/niñowie „nj“ in „Champagner“, ein einziger Laut (niño); ein eigener Buchstabe, kein n mit Akzent

Das Akzentzeichen, das zwei Wörter unterscheidet

Einige einsilbige Wörter, die nach der Regel kein Akzentzeichen brauchen, tragen eines, damit sie von einem gleich geschriebenen Wort unterschieden werden: tú („du“) und tu („dein“), él („er“) und el („der“), sí („ja“) und si („wenn, ob“), mí („mir, mich“) und mi („mein“), té („Tee“) und te („dir, dich“), sé („ich weiß“) und se (Pronomen). Fragewörter und Ausrufewörter tragen immer ein Akzentzeichen: qué, cómo, dónde, cuándo, quién.

Unterschied zum Deutschen

Die Umlautpunkte des Deutschen ändern den Laut des Vokals; das spanische Akzentzeichen ändert ihn nie, es zeigt nur, wo die Betonung liegt. Das Spanische hat keinen Gravis und keinen Zirkumflex, und das ü ist kein Umlaut: Es kommt nur in güe und güi vor und zeigt, dass das u gesprochen wird. Das Akzentzeichen bleibt auch auf Großbuchstaben erhalten: Ángel, ÁFRICA.

  • casaHaus
  • hablarsprechen
  • caféKaffee
  • árbolBaum
  • músicaMusik

Das Frage- und das Ausrufezeichen. Eine Frage beginnt mit ¿ und endet mit ?; ein Ausruf beginnt mit ¡ und endet mit !. Beide Zeichen sind Pflicht und umschließen genau die Frage oder den Ausruf, der auch mitten im Satz beginnen kann: Pedro, ¿dónde estás? Nach dem schließenden Zeichen steht kein Punkt.

  • ¿Hablas español?Sprichst du Spanisch?
  • ¡Hola!Hallo!
  • Pedro, ¿dónde estás?Pedro, wo bist du?

Die Großschreibung. Anders als im Deutschen werden Substantive im Spanischen kleingeschrieben: casa, libro. Großgeschrieben werden nur der Satzanfang und Eigennamen; auch Wochentage, Monate und Nationalitätsadjektive werden kleingeschrieben: lunes, enero, español. In einem Wort, das mit ch oder ll beginnt, wird nur der erste Buchstabe großgeschrieben: Chile, Llorente.

Häufige Fehler

  • Hablas español? → ¿Hablas español?Eine Frage beginnt immer mit ¿.
  • musica → músicamúsica wird auf der drittletzten Silbe betont: Das Akzentzeichen ist Pflicht.
  • Tu eres español. → Tú eres español.Das Pronomen tú („du“) trägt ein Akzentzeichen; ohne Akzent bedeutet tu „dein“.
  • Mi Casa es grande. → Mi casa es grande.Substantive werden im Spanischen kleingeschrieben.

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Das stumme h und die Wortenden

Im Spanischen werden alle Buchstaben am Wortende gesprochen, und zwar deutlich: das e (noche), das s (dos), das n (pan), das l (español), das r (hablar), das z (lápiz). Ein e am Wortende ist nie schwach wie in „bitte“ oder „Name“, ein r am Wortende wird nie zu einem a-ähnlichen Laut wie in „Lehrer“, und ein -er klingt immer „e“ und dann r: comer („essen“). Nur das d am Wortende wird schwächer. Der einzige stumme Buchstabe ist das h, dazu das u in qu und gu vor e und i.

SchreibungLauteBeispieleHinweis
hstummholawird nie gesprochen, weder am Wortanfang (hola) noch zwischen zwei Vokalen: ahora wird „a-ora“ gelesen
-e/e/nochedas e am Wortende wird immer klar gesprochen (noche); nie schwach wie in „bitte“
-s/s/dosdas s am Wortende wird immer gesprochen, stimmlos wie in „Bus“ (dos); oft ist es die Endung des Plurals
-d/ð/usteddas d am Wortende wird sehr weich gesprochen, wie das englische th in this, und fällt in manchen Gegenden weg (usted); nie hart wie t in „Rad“

Unterschied zum Deutschen

Im Deutschen wird h am Wort- und Silbenanfang gehaucht („Haus“); im Spanischen wird es nie gesprochen: hola beginnt mit einem o. Im Deutschen werden b, d und g am Wortende stimmlos („Rad“ klingt wie „Rat“); im Spanischen wird das d am Wortende weich, nie zu t: usted endet nicht auf „-tet“. Das e am Wortende, im Deutschen oft schwach, wird immer klar gesprochen: noche hat zwei Silben mit einem deutlichen e am Ende, gente ebenso.

  • nocheNacht
  • doszwei
  • ustedSie
  • holahallo

Häufige Fehler

  • [ˈnotʃə] → [ˈnotʃe]Das e am Ende von noche wird klar gesprochen, nie abgeschwächt.
  • [usˈtet] → [usˈteð]Am Ende von usted wird das d weich gesprochen, nie wie t.
  • [ˈhola] → [ˈola]Das h von hola wird nicht gesprochen.
  • [aˈblaɐ] → [aˈblaɾ]Das r am Ende von hablar wird gesprochen, nie verschluckt wie in „Lehrer“.

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Zusammenfassung

Man schreibtMan sprichtBeispiel
c, g vor a, o, uk, g wie in „gut“casa, gato
ce, ci, zenglisches th (Spanien), stimmloses s (Lateinamerika); nie „ts“cena, cinco, zapato
j, ge, gich wie in „Bach“jamón, gente, página
qu, gu vor e, ik, g wie in „gut“; u stummqueso, guitarra
güe, güi„gw“pingüino
b, vderselbe Laut, bbueno, vino
r zwischen Vokalenein Zungenschlagpero
rr, r am Wortanfanggerolltes rperro, rosa
ll, y vor einem Vokalkräftiges j, fast „dsch“llamar, yo
ñ„nj“ wie in „Champagner“niño
ch„tsch“chico
simmer stimmlos wie in „Bus“casa
ei, eu, ie„e-i“, „e-u“, „je“seis, euro, bien
Vokaleimmer kurz und klarmesa, ocho
e, s, r am Wortendeimmer gesprochennoche, dos, hablar
d am Wortendeweich, nie tusted
hstummhola, ahora
á, é, í, ó, úbetonte Silbe, derselbe Lautcafé, árbol, música
Substantivekleingeschriebencasa
¿…?, ¡…!am Anfang und am Ende der Frage oder des Ausrufs¿Hablas español?