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In diesem Teil lernen Sie, höflich zu fragen und um Bestätigung zu bitten. Sie lernen auch, mit dem Hilfsverb auf eine Aussage zu reagieren.
- Höflich fragen, sich wundern: indirekte und verneinte Fragen
- Um Bestätigung bitten: question tags, isn’t it?, don’t you?
- Zustimmen mit „ich auch“ und „ich auch nicht“: So do I, Neither do I
- Etwas betonen: do, does, did + Infinitiv, I do like it
Höflich fragen, sich wundern: indirekte und verneinte Fragen#
Eine indirekte Frage wird wie ein Aussagesatz gebildet, eine verneinte Frage mit dem Hilfsverb und n’t vor dem Subjekt.
- Do you know where the post office is?Wissen Sie, wo die Post ist?
- Can you tell me what time the next bus leaves?Können Sie mir sagen, wann der nächste Bus fährt?
- I wonder if she got my message.Ich frage mich, ob sie meine Nachricht bekommen hat.
- I’m not sure how much it costs.Ich weiß nicht genau, wie viel es kostet.
- Aren’t you cold?Ist dir nicht kalt?
- Didn’t you see the sign?Hast du das Schild nicht gesehen?
- Isn’t this your phone?Ist das nicht dein Handy?
Bildung
- Eine direkte Frage wird mit einem Hilfsverb vor dem Subjekt gebildet: Are you…?, Do you…?, Did she…?, Have you…?
- Eine indirekte Frage beginnt mit einer Wendung wie Do you know…?, Can you tell me…?, I don’t know… oder I wonder… („ich frage mich“).
- Die indirekte Frage wird wie ein Aussagesatz gebildet: Das Subjekt steht vor dem Verb, ohne do, does oder did.
- Eine Ja-Nein-Frage, also eine Frage ohne Fragewort, wird mit if oder whether („ob“) zur indirekten Frage.
| Direkte Frage | Indirekte Frage |
|---|---|
| Where does Tom work? | Do you know where Tom works? |
| How old is her brother? | Can you tell me how old her brother is? |
| Why did she leave? | I don’t know why she left. |
| Does the bus stop here? | Do you know if the bus stops here? |
Das Verb der indirekten Frage
- Wie im Aussagesatz wird in der 3. Person Singular ein -s an das Verb angehängt: where he works.
- Hat die direkte Frage did, steht das Verb wie im Aussagesatz im simple past (Präteritum): why she left.
- Am Ende einer indirekten Frage wird is nicht verkürzt: Do you know where the toilet is? („Weißt du, wo die Toilette ist?“)
Gebrauch
- Die indirekte Frage ist höflicher als die direkte: Man verwendet sie, um eine fremde Person um eine Auskunft zu bitten.
- Die indirekte Frage wird auch verwendet, um zu sagen, was man nicht weiß.
Verneinte Fragen
- Eine verneinte Frage wird mit dem Hilfsverb und n’t vor dem Subjekt gebildet: Don’t you…?, Isn’t it…?, Haven’t you…?
- Mit einer verneinten Frage drückt man Überraschung aus oder erwartet eine bejahende Antwort.
- Auf eine verneinte Frage wird nach den Tatsachen geantwortet: Don’t you like tea? — Yes, I do. („Magst du keinen Tee? – Doch, ich mag Tee.“); No, I don’t. („Nein, ich mag keinen Tee.“)
- In der Kurzantwort wird das Hilfsverb der Frage wiederholt: Didn’t you get my message? — Yes, I did. („Hast du meine Nachricht nicht bekommen? – Doch.“)
Unterschied zum Deutschen
- Im Deutschen steht das Verb der indirekten Frage am Ende. Im Englischen steht es direkt nach dem Subjekt: Do you know where he works? („Weißt du, wo er arbeitet?“)
- Auf eine verneinte Frage widerspricht man im Deutschen mit „doch“, im Englischen mit Yes und dem Hilfsverb: Isn’t she coming? — Yes, she is. („Kommt sie nicht? – Doch, sie kommt.“)
Häufige Fehler
Can you tell me how much is this?→ Can you tell me how much this is?In einer indirekten Frage steht das Subjekt vor dem Verb.Do you know what time does the film start?→ Do you know what time the film starts?In einer indirekten Frage steht das Subjekt vor dem Verb, ohne do.I don’t know if will she come.→ I don’t know if she will come.Nach if steht das Subjekt vor dem Verb.
Merke
- In einer indirekten Frage stellen Sie das Subjekt vor das Verb: Do you know where the station is? („Wissen Sie, wo der Bahnhof ist?“)
- Bei einer Ja-Nein-Frage verwenden Sie if: I wonder if he’s at home. („Ich frage mich, ob er zu Hause ist.“)
- Eine verneinte Frage beginnt mit dem Hilfsverb und n’t: Aren’t you hungry? („Hast du keinen Hunger?“)
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Um Bestätigung bitten: question tags, isn’t it?, don’t you?#
Das question tag wird mit Hilfsverb und Personalpronomen gebildet: nach einem bejahten Satz verneint, nach einem verneinten bejaht.
- It’s a lovely day, isn’t it?Schöner Tag heute, nicht wahr?
- You don’t eat meat, do you?Du isst kein Fleisch, oder?
- Your sister lives in London, doesn’t she?Deine Schwester wohnt in London, oder?
- We’ve met before, haven’t we?Wir kennen uns doch schon, nicht wahr?
Bildung
- Das question tag am Satzende wird mit dem Hilfsverb des Satzes und einem Personalpronomen gebildet.
- Nach einem bejahten Satz ist das tag verneint, nach einem verneinten Satz bejaht.
- Hat der Satz kein Hilfsverb, wird das tag mit do, does oder did gebildet.
| Satz | Tag |
|---|---|
| It’s cold, | isn’t it? |
| You were there, | weren’t you? |
| She’s left, (has) | hasn’t she? |
| You can drive, | can’t you? |
| They won’t come, | will they? |
| He lives here, | doesn’t he? |
| You didn’t call, | did you? |
| I’m late, | aren’t I? |
| Let’s go, | shall we? |
Gebrauch
- Mit einem question tag bittet man um Bestätigung, wie mit „nicht wahr?“, „oder?“ oder „ne?“.
- Bei fallender Intonation erwartet man Zustimmung, bei steigender Intonation stellt man eine echte Frage.
Das Pronomen im tag
- Das Pronomen im tag bezieht sich auf das Subjekt: Your parents are at home, aren’t they? („Deine Eltern sind zu Hause, oder?“)
- Nach nothing steht im tag it: Nothing happened, did it? („Es ist nichts passiert, oder?“)
- Nach nobody, somebody oder everybody steht im tag they: Nobody called, did they? („Niemand hat angerufen, oder?“)
- Ein Satz mit never, nothing oder nobody gilt als verneint. Das tag ist dann bejaht: You’ve never been to Wales, have you? („Du warst noch nie in Wales, oder?“)
Unterschied zum Deutschen
- „Nicht wahr?“ und „oder?“ haben im Deutschen eine feste Form. Das englische tag richtet sich nach Hilfsverb, Zeit und Subjekt: She can swim, can’t she? („Sie kann schwimmen, nicht wahr?“); He likes fish, doesn’t he? („Er mag Fisch, oder?“)
Häufige Fehler
You like coffee, isn’t it?→ You like coffee, don’t you?Im tag wird das Hilfsverb des Satzes wiederholt; ohne Hilfsverb wird do verwendet.She hasn’t finished, hasn’t she?→ She hasn’t finished, has she?Nach einem verneinten Satz ist das tag bejaht.I’m right, amn’t I?→ I’m right, aren’t I?Zu I’m lautet das tag aren’t I?.
Merke
- Nach einem bejahten Satz fügen Sie ein verneintes tag an: It’s cold, isn’t it? („Es ist kalt, oder?“)
- Nach einem verneinten Satz fügen Sie ein bejahtes tag an: You aren’t tired, are you? („Du bist nicht müde, oder?“)
- Ohne Hilfsverb im Satz verwenden Sie do, does oder did: She left early, didn’t she? („Sie ist früh gegangen, oder?“)
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Zustimmen mit „ich auch“ und „ich auch nicht“: So do I, Neither do I#
„Ich auch“ wird mit So + Hilfsverb + Subjekt ausgedrückt, „ich auch nicht“ mit Neither + Hilfsverb + Subjekt.
- I’d love a holiday. — So would I.Ich hätte große Lust auf Urlaub. – Ich auch.
- My brother plays the guitar, and so does my sister.Mein Bruder spielt Gitarre, und meine Schwester auch.
- I haven’t seen that film. — Neither have I.Ich habe den Film nicht gesehen. – Ich auch nicht.
Bildung
- Nach einem bejahten Satz wird „ich auch“ mit So, dem Hilfsverb und dem Subjekt ausgedrückt: I’m ready. — So am I. („Ich bin fertig. – Ich auch.“)
- Nach einem verneinten Satz wird „ich auch nicht“ mit Neither (oder Nor) ausgedrückt. Auf Neither folgen das bejahte Hilfsverb und das Subjekt: We can’t stay long. — Neither can I. („Wir können nicht lange bleiben. – Ich auch nicht.“)
- Verwendet wird das Hilfsverb des Ausgangssatzes; hat dieser kein Hilfsverb, steht do, does oder did.
| Satz | Zustimmung |
|---|---|
| I’m hungry. | So am I. |
| I can ski. | So can I. |
| I’ve finished. | So have I. |
| I love dancing. | So do I. |
| Emma went home. | So did Paul. |
| I don’t like cold weather. | Neither do I. |
| I wasn’t there. | Neither was I. |
Gebrauch
- Um zu widersprechen, wiederholt man das Hilfsverb ohne Umstellung: I really love this song. — Oh, I don’t. („Ich liebe dieses Lied. – Ich nicht.“); I don’t drink coffee. — I do. („Ich trinke keinen Kaffee. – Ich schon.“)
- In der Umgangssprache sind auch Me too und Me neither üblich.
Unterschied zum Deutschen
- „Ich auch“ hat im Deutschen eine feste Form. Im Englischen werden Hilfsverb und Zeit des Ausgangssatzes wiederholt: So did I („ich auch“, über die Vergangenheit).
- Auch „ich auch nicht“ hat im Deutschen eine feste Form. Im Englischen steht das Subjekt nach dem Hilfsverb: Neither have I („ich auch nicht“).
Häufige Fehler
I don’t smoke. — Neither don’t I.→ Neither do I.Neither hat bereits eine verneinte Bedeutung: Das Hilfsverb steht in der bejahten Form, ohne not.I went to the match. — So I did.→ So did I.Das Subjekt steht nach dem Hilfsverb.She likes cats. — So likes he.→ So does he.Ohne Hilfsverb im Ausgangssatz wird do, does oder did verwendet.
Merke
- Für „ich auch“ verwenden Sie So + Hilfsverb + Subjekt: I’m hungry. — So am I. („Ich habe Hunger. – Ich auch.“)
- Für „ich auch nicht“ verwenden Sie Neither + bejahtes Hilfsverb + Subjekt: Tom doesn’t drink tea. — Neither do I. („Tom trinkt keinen Tee. – Ich auch nicht.“)
- Sie übernehmen die Zeit des Ausgangssatzes: I went home. — So did I. („Ich bin nach Hause gegangen. – Ich auch.“)
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Etwas betonen: do, does, did + Infinitiv, I do like it#
Im bejahten Satz wird mit betontem do, does oder did vor dem Infinitiv hervorgehoben, dass die Aussage zutrifft.
- You never listen to me. — That’s not true, I do listen!Du hörst mir nie zu. – Das stimmt nicht, ich höre dir doch zu!
- She does work hard, but she’s very slow.Sie arbeitet wirklich viel, aber sie ist sehr langsam.
- I did tell you about the party!Ich habe dir doch von der Party erzählt!
- Do sit down.Setzen Sie sich doch.
Bildung
- Im bejahten Satz steht do, does oder did vor dem Infinitiv.
- Auch nach does und did steht der Infinitiv: she does work, I did tell.
- In der gesprochenen Sprache wird das Hilfsverb do, does oder did betont.
- Bei be und den Modalverben wird das Verb selbst betont, ohne do: I am listening! („Ich höre doch zu!“), mit der Betonung auf am.
Gebrauch
- Mit dieser Form widerspricht man oder berichtigt einen falschen Eindruck, wie mit „doch“ oder „sehr wohl“.
- Man verwendet das betonte do auch, um ein Gefühl zu verstärken, wie mit „wirklich“.
- Vor einem Imperativ wird do verwendet, um eine Aufforderung freundlicher oder dringlicher zu machen: Do come in! („Kommen Sie doch herein!“)
Unterschied zum Deutschen
- Im Deutschen wird mit einem Wort wie „doch“, „wirklich“ oder „sehr wohl“ betont. Im Englischen wird das betonte do verwendet: I did turn off the oven! („Ich habe den Herd doch ausgeschaltet!“)
Häufige Fehler
I did sent the letter.→ I did send the letter.Nach did steht der Infinitiv.He does likes you.→ He does like you.Nach does steht der Infinitiv ohne -s.
Merke
- Zur Betonung stellen Sie do, does oder did vor den Infinitiv: I do understand. („Ich verstehe das wirklich.“)
- Nach did verwenden Sie den Infinitiv: I did call you! („Ich habe dich doch angerufen!“)
- Bei be betonen Sie das Verb selbst: It is true! („Das ist doch wahr!“)
Überblick
| Um… | Bildung | Beispiel |
|---|---|---|
| höflich zu fragen | Do you know, Can you tell me + Fragewort + Subjekt + Verb | Do you know where she is? |
| eine Entscheidungsfrage indirekt zu stellen | if, whether + Subjekt + Verb | I wonder if he knows. |
| Überraschung auszudrücken | Hilfsverb + n’t + Subjekt? | Aren’t you tired? |
| nach einer Bestätigung zu fragen | Satz + Hilfsverb + Pronomen? | It’s late, isn’t it? |
| „ich auch“ zu sagen | So + Hilfsverb + Subjekt | So do I. |
| „ich auch nicht“ zu sagen | Neither + Hilfsverb + Subjekt | Neither can I. |
| etwas zu betonen | do, does, did + Infinitiv | I do understand. |
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