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Die indirekte Rede gibt wieder, was jemand gesagt hat, ohne es wörtlich zu zitieren: She said she was hungry („Sie sagte, sie habe Hunger“). Im Deutschen steht in der indirekten Rede der Konjunktiv I („er sei müde“) oder, in der Umgangssprache, der Indikativ; die Zeit bleibt dabei dieselbe wie in der direkten Rede. Das Englische hat keinen Konjunktiv der indirekten Rede: Steht das einleitende Verb in der Vergangenheit, wird das wiedergegebene Verb in der Regel um eine Zeitstufe zurückversetzt, und Pronomen sowie Zeit- und Ortsangaben richten sich nach dem, der berichtet. Besondere Schwierigkeiten sind die Wahl zwischen say und tell und die Wortstellung in einer wiedergegebenen Frage.
Aussagen in der indirekten Rede: say, tell#
Bildung
Eine Aussage wird mit say oder tell wiedergegeben; darauf folgt ein Nebensatz mit oder ohne that: He said (that) he was hungry. Auf tell folgt direkt die Person, mit der man spricht, ohne Präposition: He told me he was hungry. Say wird ohne diese Person verwendet oder mit to vor ihr: He said to me he was hungry.
| say | tell |
|---|---|
| say hello, say goodbye, say sorry | tell me, tell Anna, tell the children |
| say something, say a word | tell the truth, tell a lie, tell a story, tell a joke |
Die Zeitverschiebung. Steht das einleitende Verb in der Vergangenheit (said, told), wird das wiedergegebene Verb um eine Zeitstufe zurückversetzt: Aus “I’m tired.” wird He said he was tired.
| Direkte Rede | Indirekte Rede |
|---|---|
| simple present: “I work in a bank.” | simple past: She said she worked in a bank. |
| present continuous: “I’m leaving.” | past continuous: He said he was leaving. |
| present perfect: “I’ve finished.” | past perfect: She said she had finished. |
| simple past: “I saw it.” | past perfect oder simple past: He said he had seen it. / He said he saw it. |
| will, can: “I’ll call.” “I can ski.” | would, could: She said she would call. He said he could ski. |
| am going to | was going to |
| have to, must (Pflicht) | meist had to |
Pronomen, Zeit und Ort. Pronomen und Possessivbegleiter richten sich nach dem, der berichtet: “My bag is heavy” → Lucy said her bag was heavy. Wird später oder an einem anderen Ort berichtet, ändern sich auch die Zeit- und Ortsangaben: today → that day, tomorrow → the next day oder the following day, yesterday → the day before, ago → before oder earlier, now → then, here → there.
- “I’m hungry.” → Tom said he was hungry.„Ich habe Hunger.“ → Tom sagte, er habe Hunger.
- “I’ll send you the photos tomorrow.” → She told me she would send me the photos the next day.„Ich schicke dir morgen die Fotos.“ → Sie sagte mir, sie werde mir die Fotos am nächsten Tag schicken.
- “We’ve lost our tickets.” → They said they had lost their tickets.„Wir haben unsere Fahrkarten verloren.“ → Sie sagten, sie hätten ihre Fahrkarten verloren.
Was noch gilt. Die Zeit wird nicht verschoben, wenn das einleitende Verb im simple present (says) oder im present perfect (has said) steht: Anna says she’s coming. Nach said oder told kann eine Aussage, die zum Zeitpunkt des Berichtens noch zutrifft, im Präsens bleiben; die Verschiebung ist aber ebenfalls richtig: He told me he lives in York oder he lived in York. Ist die Situation vorbei, wird die Zeit verschoben: Last week she said she was ill, nicht is ill.
Unterschied zum Deutschen
Im Deutschen wird mit dem Konjunktiv I gezeigt, dass man fremde Worte wiedergibt, und die Zeit bleibt dieselbe: „Er sagte, er sei müde“, „Sie sagte, sie habe ihre Schlüssel verloren“. Im Englischen gibt es dafür keine eigene Form; stattdessen wird die Zeit zurückversetzt: „er sei müde“ → he was tired, „sie habe … verloren“ → she had lost, „sie werde anrufen“ → she would call. „Er hat mir gesagt“ heißt He told me oder He said to me, nicht He said me. Für „die Wahrheit sagen“, „lügen“ und „eine Geschichte erzählen“ wird tell verwendet: tell the truth, tell a lie, tell a story. Ein Präsens mit „seit“ wird in der indirekten Rede zum past perfect: „Er sagte, er wohne seit einem Jahr dort“ → He said he had lived there for a year.
Häufige Fehler
She said me that she was ill.→ She told me that she was ill. / She said that she was ill.Auf tell folgt die Person, auf say nicht.He told that he was tired.→ He said that he was tired. / He told me that he was tired.Tell wird mit der Person verwendet, mit der man spricht.She said she will come.→ She said she would come.Nach said wird will zu would.
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Fragen und Aufforderungen in der indirekten Rede: ask if, tell someone to#
Bildung
Eine wiedergegebene Frage wird wie ein Aussagesatz gebildet: Das Subjekt steht vor dem Verb, ohne do, does oder did, und am Satzende steht ein Punkt. Eine Ja-Nein-Frage (eine Frage ohne Fragewort) wird mit if oder whether wiedergegeben, eine Frage mit Fragewort mit diesem Fragewort. Eine Bitte oder eine Aufforderung wird mit asked oder told, der Person und to mit dem Infinitiv wiedergegeben; in der Verneinung steht not vor to.
| Direkte Rede | Indirekte Rede |
|---|---|
| “Are you tired?” | She asked me if I was tired. |
| “Can you swim?” | He asked whether I could swim. |
| “Where do you usually work?” | She asked me where I usually worked. |
| “What time does the shop close?” | He asked what time the shop closed. |
| “Please sit down.” | She asked us to sit down. |
| “Close the door!” | She told me to close the door. |
| “Don’t touch it.” | He told me not to touch it. |
Gebrauch
Mit asked, der Person und to wird eine höfliche Bitte wiedergegeben, mit told, der Person und to eine Aufforderung oder eine Anweisung. Die Zeit des wiedergegebenen Verbs wird wie in einer Aussage verschoben.
- “Do you like spicy food?” → She asked me if I liked spicy food.„Magst du scharfes Essen?“ → Sie fragte mich, ob ich scharfes Essen mag.
- “Where is the nearest chemist’s?” → He asked me where the nearest chemist’s was.„Wo ist die nächste Apotheke?“ → Er fragte mich, wo die nächste Apotheke sei.
- “Can you help me with my bags?” → She asked me to help her with her bags.„Kannst du mir mit meinen Taschen helfen?“ → Sie bat mich, ihr mit ihren Taschen zu helfen.
- “Don’t go out tonight.” → My father told me not to go out that night.„Geh heute Abend nicht aus.“ → Mein Vater sagte mir, ich solle an dem Abend nicht ausgehen.
Unterschied zum Deutschen
„Ob“ wird mit if oder whether wiedergegeben. Wie im deutschen Nebensatz („wo ich arbeite“) steht das Subjekt vor dem Verb, doch das Verb steht nicht am Satzende, sondern direkt nach dem Subjekt, und do, does und did der direkten Frage entfallen: She asked me where I worked, nicht where did I work. Für „jemanden bitten, etwas zu tun“ steht ask someone to do; „jemandem sagen, er solle etwas tun“ wird mit tell someone to do wiedergegeben, nicht mit say someone to do.
Häufige Fehler
She asked me where did I work.→ She asked me where I worked.Eine wiedergegebene Frage wird ohne do oder did gebildet.He asked me if was I tired.→ He asked me if I was tired.Nach if steht das Subjekt vor dem Verb.She said me to wait.→ She told me to wait.Auf say folgt keine Person; eine Aufforderung wird mit tell und to wiedergegeben.He told me don’t move.→ He told me not to move.In der Verneinung steht not vor to.
→ Siehe auch: Indirekte und verneinte Fragen: Do you know where…?, Don’t you…? (B1)
Überblick
| Äußerung | Verb | Bildung | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Aussage | say, tell + Person | (that) + Nebensatz, Zeit verschoben | She told me the shop was closed. |
| Ja-Nein-Frage | ask | if, whether + Subjekt + Verb | He asked if I was ready. |
| Frage mit Fragewort | ask | Fragewort + Subjekt + Verb | He asked where I lived. |
| Bitte | ask + Person | to + Infinitiv | She asked me to wait. |
| Aufforderung | tell + Person | to + Infinitiv, not to + Infinitiv | He told me not to wait. |
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