Inhalt · A2
- Die Vergangenheit und das Present Perfect
- Über die Zukunft sprechen
- Bitten, raten, verpflichten, vorschlagen
- Verbkonstruktionen
- Das Passiv
- Bedingung und Relativsatz
- Artikel und Mengenwörter
- Pronomen und Rückverweise
- Adjektive und Adverbien
- Fragen
- Präpositionen und Wortstellung
- Die Schreibung gleich klingender Wörter
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Mit zwei Arten von Nebensätzen lassen sich längere Sätze bilden: mit dem Nebensatz mit if, der eine Bedingung nennt, und mit dem Relativsatz, der ein Nomen näher bestimmt.
Die reale Bedingung: if + simple present#
Bildung
In einer realen Bedingung steht der Nebensatz mit if („wenn“, „falls“) im simple present. Der Hauptsatz steht im simple present für allgemein Gültiges oder eine Gewohnheit, mit will und dem Infinitiv für eine Folge in der Zukunft oder im Imperativ für einen Rat oder eine Aufforderung.
| Nebensatz mit if | Hauptsatz | Bedeutung |
|---|---|---|
| If you mix red and white, | you get pink. | allgemein Gültiges |
| If I’m tired, | I stay in bed. | Gewohnheit |
| If it rains on Saturday, | we’ll stay at home. | Folge in der Zukunft |
| If you see Anna, | say hello. | Rat, Aufforderung |
Gebrauch
Die reale Bedingung drückt eine mögliche oder wahrscheinliche Situation und ihre Folge aus. Bei allgemein Gültigem und bei Gewohnheiten kann if durch when ersetzt werden, ohne dass sich die Bedeutung ändert. In der Zukunft steht if für etwas, das vielleicht geschieht, und when für etwas, das sicher geschieht: When I get home, I’ll call you.
- If you don’t sleep, you feel tired.Wenn man nicht schläft, ist man müde.
- If the weather is nice, we’ll have lunch in the garden.Wenn das Wetter schön ist, essen wir im Garten zu Mittag.
- I’ll lend you my car if you need it.Ich leihe dir mein Auto, wenn du es brauchst.
- If you are cold, close the window.Wenn dir kalt ist, mach das Fenster zu.
Die Reihenfolge der Sätze. Der Nebensatz mit if kann vor oder nach dem Hauptsatz stehen, ohne dass sich die Bedeutung ändert. Steht er am Anfang, folgt ein Komma; steht er am Ende, wird meist kein Komma gesetzt: If you’re hungry, eat something. / Eat something if you’re hungry.
Unterschied zum Deutschen
Wie im Deutschen steht nach if die Gegenwart, auch wenn es um die Zukunft geht: „wenn es morgen regnet“ → if it rains tomorrow, nicht if it will rain tomorrow. Der Unterschied liegt im Hauptsatz. Im Deutschen steht auch dort meist das Präsens („Wenn du jetzt gehst, kommst du pünktlich an“); im Englischen wird für eine Folge in der Zukunft will verwendet: If you leave now, you’ll arrive on time. Nach einem Nebensatz am Satzanfang steht im Deutschen das Verb vor dem Subjekt („bleiben wir“); im Englischen bleibt es bei Subjekt – Verb: If it rains, we’ll stay at home. „Wenn“ heißt if bei einer Bedingung und when bei einem sicheren Zeitpunkt.
Häufige Fehler
If you will come, I will be happy.→ If you come, I’ll be happy.Nach if steht das simple present, auch wenn es um die Zukunft geht.If you leave now, you arrive on time.→ If you leave now, you’ll arrive on time.Für eine Folge in der Zukunft steht im Hauptsatz will, auch wo im Deutschen das Präsens steht.If it rains, stay we at home.→ If it rains, we’ll stay at home.Im Hauptsatz steht auch nach dem Nebensatz mit if das Subjekt vor dem Verb.If she don’t call, I’ll call her.→ If she doesn’t call, I’ll call her.Auch nach if steht in der 3. Person Singular does oder die Form auf -s.
Merke
Die reale Bedingung betrifft das, was möglich ist. Eine nur gedachte Bedingung („wenn ich reich wäre“) wird anders gebildet.
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Der Relativsatz: who, which, that#
Bildung
Ein Relativsatz steht nach dem Nomen, das er näher bestimmt, und beginnt mit einem Relativpronomen. Bei einer Person lautet es who oder that, bei einer Sache oder einem Tier which oder that. That wird in beiden Fällen verwendet, vor allem in der gesprochenen Sprache.
| Nomen | Relativpronomen als Subjekt | Beispiel |
|---|---|---|
| Person | who, that | the woman who lives next door |
| Sache, Tier | which, that | the dog which lives next door |
Gebrauch
Der Relativsatz gibt eine Information, die man braucht, um zu wissen, von wem oder wovon die Rede ist: the man who sold me this car (und kein anderer Mann). Mit ihm lassen sich auch zwei Sätze verbinden, ohne dass das Nomen wiederholt wird: We met a girl. She plays the violin. → We met a girl who plays the violin.
Das Relativpronomen als Subjekt. Ist das Relativpronomen das Subjekt des Relativsatzes, folgt das Verb direkt darauf. Das Verb richtet sich nach dem Nomen, auf das sich der Relativsatz bezieht: the boy who plays, the boys who play. Das Subjekt wird nicht durch ein weiteres Pronomen wiederholt: the woman who lives here, nicht the woman who she lives here.
- I know a girl who speaks four languages.Ich kenne ein Mädchen, das vier Sprachen spricht.
- Where’s the cake that was on the table?Wo ist der Kuchen, der auf dem Tisch stand?
- A dentist is a doctor who looks after teeth.Ein Zahnarzt ist ein Arzt, der sich um die Zähne kümmert.
Das Relativpronomen als Objekt. Ist das Relativpronomen das Objekt des Relativsatzes, folgt darauf ein Subjekt: the book that I bought. Es kann dann wegfallen, und das ist sehr häufig: the book I bought, the people we met. Folgen auf ein Nomen direkt ein Subjekt und ein Verb, handelt es sich also um einen Relativsatz ohne Relativpronomen.
- The shoes (that) you bought are very nice.Die Schuhe, die du gekauft hast, sind sehr schön.
- Is that the man (who) you saw yesterday?Ist das der Mann, den du gestern gesehen hast?
Unterschied zum Deutschen
Im Deutschen richtet sich das Relativpronomen nach dem Geschlecht des Nomens: „der Mann, der“, „die Lampe, die“, „das Mädchen, das“. Im Englischen richtet es sich nach der Bedeutung: who für eine Person, which für eine Sache oder ein Tier, that für beide. „Das Mädchen, das“ heißt also the girl who, „der Tisch, der“ the table which. Auch „welcher“, „welche“, „welches“ als Relativpronomen heißen who, which oder that. Im deutschen Relativsatz steht das Verb am Ende; im englischen bleibt die Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt: „der Mann, der mein Auto gekauft hat“ → the man who bought my car. Das Relativpronomen als Objekt kann im Deutschen nie wegfallen, im Englischen oft: „das Buch, das ich gekauft habe“ → the book I bought. Und vor einem Relativsatz, der das Nomen näher bestimmt, steht im Englischen kein Komma, anders als im Deutschen: the book that I bought.
Häufige Fehler
the man which lives here→ the man who lives herethe bag who is on the chair→ the bag which is on the chairWho steht für eine Person, which für eine Sache.the child which lives next door→ the child who lives next door„Das Kind, das“: Bei einer Person steht who oder that, gleich welches Geschlecht das deutsche Nomen hat.the dress what you bought→ the dress that you bought / the dress you boughtWhat wird nach einem Nomen nicht als Relativpronomen verwendet.the man who my car bought→ the man who bought my carIm englischen Relativsatz steht das Verb nicht am Ende.the book, that I bought→ the book that I bought / the book I boughtVor einem Relativsatz, der das Nomen näher bestimmt, steht kein Komma.the shop that it sells bikes→ the shop that sells bikesDas Relativpronomen ist selbst das Subjekt: Es wird nicht durch ein weiteres Pronomen wiederholt.
Auf der Stufe A2 geht es nur um Relativsätze ohne Komma, die das Nomen näher bestimmen. Für Relativsätze, die zwischen Kommas eine zusätzliche Information geben, und für das Relativpronomen whose („dessen“, „deren“) gelten andere Regeln.
→ Siehe auch: Wo und wann im Relativsatz: where, when (A2)
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Wo und wann im Relativsatz: where, when#
Gebrauch
Nach einem Nomen, das einen Ort bezeichnet, heißt „wo“ where: the village where my parents live. Nach einem Nomen, das eine Zeit bezeichnet (day, year, time), heißt „an dem“, „in dem“ oder „als“ when: the year when we moved. Nach einem Nomen der Zeit ist auch that möglich, oder das Relativpronomen fällt weg: the year we moved.
- This is the restaurant where we had our first dinner.Das ist das Restaurant, in dem wir zum ersten Mal zusammen essen waren.
- I’ll never forget the summer when we went to Greece.Ich werde den Sommer nie vergessen, in dem wir nach Griechenland gefahren sind.
- Is there a park where the children can play?Gibt es einen Park, wo die Kinder spielen können?
Unterschied zum Deutschen
Nach einem Ort heißen „wo“ und „in dem“ where: „das Haus, in dem ich wohne“ → the house where I live. In der Umgangssprache steht im Deutschen „wo“ auch nach einer Zeit („der Tag, wo wir uns kennengelernt haben“); im Englischen heißt es nach einer Zeit when, that oder gar nichts: the day (when) we met, nie the day where.
Häufiger Fehler
the day where we met→ the day when we met / the day we metNach einem Nomen der Zeit steht when, nicht where.
Überblick
| Für… | Konstruktion | Beispiel |
|---|---|---|
| allgemein Gültiges | if + simple present, simple present | If it’s sunny, we walk to school. |
| eine Folge in der Zukunft | if + simple present, will + Infinitiv | If it’s sunny, we’ll walk. |
| eine Person | who, that | the man who called |
| eine Sache, ein Tier | which, that | the car which broke down |
| ein Objekt | that, who, which oder nichts | the car (that) I bought |
| einen Ort | where | the house where I live |
| eine Zeit | when | the day when I left |
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