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Englische Grammatik A2: Grundstufe

Über die Zukunft sprechen

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Inhalt · A2
  1. Die Vergangenheit und das Present Perfect
  2. Über die Zukunft sprechen
    1. Die Zukunft: will und going to
    2. Die Verlaufsform für eine Verabredung
    3. Das simple present für einen Fahrplan
  3. Bitten, raten, verpflichten, vorschlagen
  4. Verbkonstruktionen
  5. Das Passiv
  6. Bedingung und Relativsatz
  7. Artikel und Mengenwörter
  8. Pronomen und Rückverweise
  9. Adjektive und Adverbien
  10. Fragen
  11. Präpositionen und Wortstellung
  12. Die Schreibung gleich klingender Wörter

Das Englische hat nicht eine einzige Form für die Zukunft: Welche Form verwendet wird, hängt davon ab, was man im Moment des Sprechens weiß. Auf der Stufe A1 wurde be going to für Pläne behandelt. Auf der Stufe A2 kommen will, die Verlaufsform des Präsens und das simple present hinzu. Im Deutschen wird über die Zukunft meist im Präsens gesprochen („Ich rufe dich morgen an“); im Englischen wird eine dieser Formen gewählt.

Die Zukunft: will und going to#

Bildung

Will ist ein Modalverb: Es folgt der Infinitiv ohne to, und die Form ist in allen Personen gleich. In der gesprochenen Sprache lautet die Kurzform ’ll (I’ll, she’ll). Die Verneinung lautet won’t (will not); die Frage wird durch Umstellung von will und Subjekt gebildet.

Will future
work
Iwill work
youwill work
he/she/itwill work
wewill work
you (plural)will work
theywill work
AussageVerneinungFrageKurzantwort
I’ll help.I won’t help.Will you help?Yes, I will. / No, I won’t.
She’ll be late.She won’t be late.Will she be late?Yes, she will. / No, she won’t.

Be going to wird wie auf der Stufe A1 mit am, is oder are, going to und dem Infinitiv gebildet: We’re going to move.

Gebrauch

Will wird für einen Entschluss verwendet, der im Moment des Sprechens gefasst wird, für ein Angebot, ein Versprechen oder eine Vorhersage, die auf einer Meinung beruht, oft nach I think. Be going to wird für eine Absicht verwendet, die schon vor dem Sprechen feststand, oder für eine Vorhersage, für die es jetzt ein Anzeichen gibt.

SituationFormBeispiel
spontaner EntschlusswillThe phone’s ringing. — I’ll answer it.
AngebotwillI’ll carry your bag.
Versprechenwill, won’tI won’t tell anyone.
Meinung über die ZukunftI think… willI think you’ll like this book.
schon gefasste Absichtbe going toI’m going to learn Spanish next year.
Vorhersage aufgrund eines Anzeichensbe going toBe careful! You’re going to fall.
  • I’m tired. I think I’ll go to bed.Ich bin müde. Ich glaube, ich gehe ins Bett.
  • Don’t worry, I won’t forget your birthday.Keine Sorge, ich vergesse deinen Geburtstag nicht.
  • Will you be at work tomorrow?Bist du morgen bei der Arbeit?
  • We’re going to paint the kitchen this weekend.Dieses Wochenende streichen wir die Küche.

Unterschied zum Deutschen

Will sieht aus wie das deutsche „will“, bezeichnet aber die Zukunft, keinen Wunsch: „Ich will nach Hause gehen“ → I want to go home; I’ll go home bedeutet „Ich gehe (gleich) nach Hause“. Umgekehrt entspricht das deutsche „werden“ nicht immer will: Für einen Plan steht be going to. Für einen Entschluss, ein Angebot oder ein Versprechen wird im Deutschen meist das Präsens verwendet: „Warte, ich mache dir auf“, „Ich sage es niemandem“. Im Englischen steht dann will: Wait, I’ll open it for you, I won’t tell anyone, nicht I open it for you.

Häufige Fehler

  • I will a cup of tea, please. → I’d like a cup of tea, please.„Wollen“ wird mit want oder, höflicher, mit I’d like wiedergegeben; will bedeutet nicht „wollen“.
  • The phone’s ringing. — I answer it. → I’ll answer it.Für einen spontanen Entschluss wird will verwendet, auch wo im Deutschen das Präsens steht.
  • I will to phone you tonight. → I’ll phone you tonight.Nach will steht der Infinitiv ohne to.
  • She wills come. → She will come.Will erhält kein -s.
  • Yes, I’ll. → Yes, I will.Am Satzende wird will nicht zusammengezogen.

In einem Nebensatz mit if („wenn“, „falls“), der sich auf die Zukunft bezieht, steht das simple present, nicht will: If it rains, we’ll stay at home. Dasselbe gilt nach when im Sinne von „sobald“: I’ll call you when I arrive, nicht when I will arrive.

→ Siehe auch: Die reale Bedingung: if + simple present (A2)

Die Verlaufsform für eine Verabredung#

Gebrauch

Die Verlaufsform des Präsens (am, is, are + -ing) wird mit einer Zeitangabe der Zukunft für eine schon getroffene Vereinbarung verwendet: einen Termin, eine gekaufte Fahrkarte, eine mit anderen verabredete Uhrzeit.

  • I’m seeing the doctor on Thursday.Am Donnerstag gehe ich zum Arzt.
  • We’re flying to Lisbon tomorrow morning.Morgen früh fliegen wir nach Lissabon.
  • What are you doing on Saturday?Was machst du am Samstag?
  • Tom isn’t working next week.Tom arbeitet nächste Woche nicht.

Bei einer festen Vereinbarung ist oft auch be going to möglich; die Verlaufsform betont, dass alles organisiert ist. Für eine Vorhersage wird die Verlaufsform nicht verwendet: It’s going to snow tonight, nicht It’s snowing tonight.

Unterschied zum Deutschen

Im Deutschen steht für eine Verabredung das Präsens: „Heute Abend esse ich bei Paul“, „Morgen fahre ich nach London“. Im Englischen wird dafür die Verlaufsform verwendet: I’m having dinner at Paul’s tonight, nicht I have dinner at Paul’s tonight. Steht die Zeitangabe am Satzanfang, bleibt im Englischen die Wortstellung Subjekt – Verb: „Morgen fahre ich nach London“ → Tomorrow I’m going to London.

Häufiger Fehler

  • Tomorrow go I to London. → Tomorrow I’m going to London.Nach einer Zeitangabe am Satzanfang steht das Subjekt vor dem Verb, und eine Verabredung steht in der Verlaufsform.

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Das simple present für einen Fahrplan#

Gebrauch

Das simple present wird für ein zukünftiges Ereignis verwendet, das durch einen Fahrplan oder ein Programm festgelegt ist: Verkehrsmittel, Vorstellungen, Kurse, Öffnungszeiten.

  • The train leaves at 7.15 tomorrow.Der Zug fährt morgen um 7.15 Uhr ab.
  • What time does the concert start?Um wie viel Uhr beginnt das Konzert?
  • The museum doesn’t open on Mondays.Montags ist das Museum geschlossen.

Verneinung und Frage werden wie bei jedem simple present mit do und does gebildet. Hier steht, wie im Deutschen, das Präsens.

Häufige Fehler

  • What time is the film start? → What time does the film start?Im simple present wird die Frage mit do oder does gebildet, nicht mit be.
  • When starts the film? → When does the film start?Auch nach einem Fragewort steht do oder does vor dem Subjekt; das Vollverb wird nicht wie im Deutschen vorangestellt.

Überblick

SituationFormBeispiel
Absicht, gefasster Planbe going to + InfinitivI’m going to buy a bike.
Vorhersage aufgrund eines Anzeichensbe going to + InfinitivShe’s going to fall!
feste VereinbarungVerlaufsform des PräsensI’m meeting Tom at six.
Fahrplan, Programmsimple presentThe bus leaves at six.
spontaner Entschluss, Angebot, Versprechenwill + InfinitivI’ll call you back.
Meinung über die ZukunftI think + willI think it’ll be sunny.

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