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Englische Grammatik A2: Grundstufe

Adjektive und Adverbien

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Inhalt · A2
  1. Die Vergangenheit und das Present Perfect
  2. Über die Zukunft sprechen
  3. Bitten, raten, verpflichten, vorschlagen
  4. Verbkonstruktionen
  5. Das Passiv
  6. Bedingung und Relativsatz
  7. Artikel und Mengenwörter
  8. Pronomen und Rückverweise
  9. Adjektive und Adverbien
    1. Komparativ und Superlativ: more, most, better
    2. So … wie: as … as
    3. Ausrufe: What a…! How…!
    4. Die Adverbien der Art und Weise: quickly, well
    5. Die Adjektive auf -ed und -ing: bored, boring
    6. Aussehen, scheinen: look, seem, sound + Adjektiv
    7. Adjektive aus Nomen: -y, -ful, -ous
  10. Fragen
  11. Präpositionen und Wortstellung
  12. Die Schreibung gleich klingender Wörter

Komparativ und Superlativ: more, most, better#

Auf der Stufe A1 werden Komparativ und Superlativ kurzer Adjektive mit -er und -est gebildet: taller than, the tallest. Für lange Adjektive und für einige unregelmäßige Adjektive gelten andere Regeln.

Bildung

Der Komparativ eines langen Adjektivs (drei oder mehr Silben, oder zwei Silben ohne -y am Ende) wird mit more vor dem Adjektiv gebildet; danach folgt than. Der Superlativ wird mit the most gebildet. Das Adjektiv selbst bleibt unverändert: more expensive than, the most expensive.

AdjektivKomparativSuperlativ
kurz oder auf -y: cheap, big, happycheaper, bigger, happierthe cheapest, the biggest, the happiest
lang: careful, modern, interestingmore careful, more modern, more interestingthe most careful, the most modern, the most interesting
unregelmäßig: goodbetterthe best
unregelmäßig: badworsethe worst
unregelmäßig: farfurther oder fartherthe furthest oder the farthest
  • The train is more comfortable than the bus.Der Zug ist bequemer als der Bus.
  • It’s the most popular café in town.Es ist das beliebteste Café der Stadt.
  • Your English is better than mine.Dein Englisch ist besser als meins.
  • That was the worst day of my life.Das war der schlimmste Tag meines Lebens.

Ein Genitiv nach einem Superlativ („der Stadt“, „der Mannschaft“) wird bei einem Ort oder einer Gruppe mit in wiedergegeben (the best player in the team), bei einem Zeitraum mit of (the best day of the year). Einige zweisilbige Adjektive wie simple, quiet und clever haben beide Formen: simpler oder more simple, the quietest oder the most quiet.

Unterschied zum Deutschen

Im Deutschen wird der Komparativ auch langer Adjektive mit „-er“ gebildet: „bequemer“, „interessanter“, „moderner“. Im Englischen stehen bei langen Adjektiven more und the most: more comfortable, the most interesting. „Besser“ und „am besten“ heißen better und the best, „schlechter“ oder „schlimmer“ heißt worse. „Viel“ vor einem Komparativ wird mit much wiedergegeben, nicht mit very: „viel größer“ → much bigger, „viel teurer“ → much more expensive. Nach than steht ein Personalpronomen in der Alltagssprache in der Objektform: „Er ist größer als ich“ → He’s taller than me (förmlicher: than I am).

Häufige Fehler

  • more good → betterGood hat einen unregelmäßigen Komparativ.
  • more cheaper → cheaper
  • the most biggest → the biggestMore und most stehen nie vor einem Adjektiv auf -er oder -est.
  • interestinger → more interesting
  • expensiver → more expensiveBei einem langen Adjektiv steht more, auch wo im Deutschen „-er“ angehängt wird.
  • very bigger → much bigger„Viel größer“ heißt much bigger.
  • the most popular café of the town → the most popular café in townNach einem Superlativ steht vor einem Ort in, auch wo im Deutschen der Genitiv steht.

So … wie: as … as#

Bildung

Gleichheit wird mit as + ungesteigertes Adjektiv + as ausgedrückt: as tall as („so groß wie“, „genauso groß wie“). Die Verneinung not as … as drückt aus, dass etwas weniger zutrifft: „nicht so … wie“.

  • My son is as tall as me now.Mein Sohn ist jetzt so groß wie ich.
  • The test wasn’t as difficult as I thought.Die Prüfung war nicht so schwer, wie ich dachte.
  • This phone is as expensive as a computer.Dieses Handy ist so teuer wie ein Computer.

Zwischen den beiden as steht das Adjektiv ungesteigert, ob es kurz oder lang ist: as old as, as beautiful as. Nach dem zweiten as steht ein Personalpronomen meist in der Objektform: as old as him.

Unterschied zum Deutschen

„So … wie“ und „genauso … wie“ heißen as … as: Beide Wörter, „so“ und „wie“, werden mit as wiedergegeben, nicht mit so oder like. Zu unterscheiden sind „wie“ und „als“: Nach einer Gleichheit steht as, nach einem Komparativ than: as tall as, aber taller than. „Größer als“ heißt also bigger than, nicht bigger as.

Häufige Fehler

  • as tall like his father → as tall as his father
  • so tall as his father → as tall as his father„So groß wie“ heißt as tall as.
  • as taller as → as tall asZwischen as und as steht das Adjektiv ungesteigert.
  • bigger as me → bigger than meNach einem Komparativ steht than.

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Ausrufe: What a…! How…!#

Bildung

What steht vor einer Nominalgruppe: What a (oder What an) + Adjektiv + Nomen im Singular; What + Adjektiv + Nomen im Plural oder unzählbares Nomen. How steht vor einem Adjektiv allein oder vor einem Adjektiv, auf das Subjekt und Verb folgen.

KonstruktionBeispiel
What a, an + (Adjektiv) + Nomen im SingularWhat a funny story! What an idea!
What + (Adjektiv) + Nomen im PluralWhat beautiful flowers!
What + (Adjektiv) + unzählbares NomenWhat bad luck!
How + AdjektivHow nice!
How + Adjektiv + Subjekt + VerbHow big your house is!
  • What a strange dream!Was für ein seltsamer Traum!
  • What clever children!Was für kluge Kinder!
  • How kind of you!Wie nett von dir!

Unterschied zum Deutschen

„Was für ein …!“ wird vor einem zählbaren Nomen im Singular mit What a wiedergegeben: „Was für eine Überraschung!“ → What a surprise! Vor einem Nomen im Plural oder einem unzählbaren Nomen steht What ohne a, auch wo im Deutschen „ein“ steht: „Was für ein Pech!“ → What bad luck! „Was für eine gute Nachricht!“ heißt What good news!, weil news unzählbar ist. „Wie“ vor einem Adjektiv allein heißt How: „Wie schön!“ → How nice! In einem Ausruf mit How steht das Subjekt vor dem Verb: „Wie groß ist dein Haus!“ → How big your house is!

Häufige Fehler

  • What strange dream! → What a strange dream!Vor einem zählbaren Nomen im Singular steht What a.
  • What a bad luck! → What bad luck!
  • What a good news! → What good news!Vor einem unzählbaren Nomen wie luck, weather oder news steht What ohne a.
  • What for a funny film! → What a funny film!„Was für ein“ heißt What a: „für“ wird nicht übersetzt.
  • How big is your house! → How big your house is!In einem Ausruf mit How steht das Subjekt vor dem Verb.

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Die Adverbien der Art und Weise: quickly, well#

Bildung

Das Adverb der Art und Weise wird meist durch Anhängen von -ly an das Adjektiv gebildet: slow → slowly, quick → quickly. Nach einem Konsonanten wird das -y am Wortende zu i: easy → easily. Bei einem Adjektiv auf -ful wird ebenfalls -ly angehängt, sodass zwei l entstehen: careful → carefully.

Einige Adverbien sind unregelmäßig. Das Adverb zu good heißt well; fast, hard, early und late haben als Adjektiv und als Adverb dieselbe Form: a fast car, she drives fast. Hardly gibt es auch, es bedeutet aber „kaum“.

Gebrauch

Das Adjektiv beschreibt ein Nomen; das Adverb der Art und Weise beschreibt eine Handlung und antwortet auf die Frage How? („wie?“). Es steht meist nach dem Verb oder, wenn ein Objekt folgt, nach dem Objekt, nie zwischen dem Verb und seinem Objekt.

  • She speaks slowly.Sie spricht langsam.
  • He plays the guitar very well.Er spielt sehr gut Gitarre.
  • Read the question carefully.Lies die Frage genau durch.
  • We worked hard all day.Wir haben den ganzen Tag hart gearbeitet.

Unterschied zum Deutschen

Im Deutschen hat das Adverb dieselbe Form wie das Adjektiv: „eine vorsichtige Fahrerin“, „sie fährt vorsichtig“. Im Englischen erhält das Adverb der Art und Weise fast immer -ly: a careful driver, she drives carefully; „langsam“ heißt als Adverb slowly. „Gut“ als Adverb heißt well, nicht good: She sings well („Sie singt gut“), aber She’s a good singer („Sie ist eine gute Sängerin“). „Hart arbeiten“ heißt work hard; work hardly bedeutet „kaum arbeiten“. Auch die Stellung ist anders: Im Deutschen steht das Adverb oft vor dem Objekt („Sie spielt gut Schach“, „Er spielt gut Gitarre“), im Englischen nach dem Objekt: She plays chess well, He plays the guitar well.

Häufige Fehler

  • He drives very careful. → He drives very carefully.Das Adverb der Art und Weise erhält -ly.
  • She sings very good. → She sings very well.Das Adverb zu good heißt well.
  • My brother speaks well Italian. → My brother speaks Italian well.Das Adverb steht nicht zwischen dem Verb und seinem Objekt.
  • He runs fastly. → He runs fast.Fast hat als Adverb dieselbe Form wie das Adjektiv.
  • They worked hardly. → They worked hard.Hardly bedeutet „kaum“; „hart“ heißt als Adverb hard.

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Die Adjektive auf -ed und -ing: bored, boring#

Gebrauch

Zu vielen Verben des Gefühls gibt es zwei Adjektive. Das Adjektiv auf -ed drückt aus, was eine Person empfindet: I’m bored („Mir ist langweilig“, „Ich langweile mich“). Das Adjektiv auf -ing bezeichnet, was dieses Gefühl auslöst: The film is boring („Der Film ist langweilig“).

Was man empfindetWas das Gefühl auslöst
boredboring
interestedinteresting
excitedexciting
tiredtiring
surprisedsurprising
worriedworrying
  • The children were excited about the holiday.Die Kinder freuten sich sehr auf die Ferien.
  • It was a long and tiring journey.Es war eine lange, anstrengende Reise.
  • I’m interested in old cars.Ich interessiere mich für alte Autos.

Unterschied zum Deutschen

Viele dieser Gefühle werden im Deutschen mit einem reflexiven Verb ausgedrückt, im Englischen mit be und dem Adjektiv auf -ed: „Ich langweile mich“ → I’m bored, „Ich interessiere mich für Musik“ → I’m interested in music, „Ich mache mir Sorgen“ → I’m worried, „Ich wundere mich“ → I’m surprised. Für das, was das Gefühl auslöst, steht die Form auf -ing: „langweilig“ → boring, „spannend“ → exciting, „anstrengend“ → tiring. Das deutsche „langweilig“ kann beides bedeuten („Mir ist langweilig“, „Der Film ist langweilig“); I’m boring bedeutet aber nur „Ich bin ein langweiliger Mensch“.

Häufige Fehler

  • I was very interesting in the lesson. → I was very interested in the lesson.Für das, was eine Person empfindet, steht die Form auf -ed.
  • The book was long and bored. → The book was long and boring.Für das, was das Gefühl auslöst, steht die Form auf -ing.
  • I’m boring, let’s go out. → I’m bored, let’s go out.„Mir ist langweilig“ heißt I’m bored.
  • I interest me for music. → I’m interested in music.„Sich interessieren für“ wird mit be interested in wiedergegeben, ohne Reflexivpronomen.

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Aussehen, scheinen: look, seem, sound + Adjektiv#

Bildung

Auf look („aussehen“, für das, was man sieht), seem („scheinen“, für einen Eindruck), sound („klingen“, „sich anhören“, für das, was man hört oder erfährt) und feel („sich fühlen“, „sich anfühlen“) folgt ein Adjektiv, kein Adverb. Vor einem Nomen folgt auf look und sound like: It looks like a cat.

  • You look tired.Du siehst müde aus.
  • Your new job sounds interesting.Deine neue Stelle klingt interessant.
  • The teacher seems nice.Der Lehrer scheint nett zu sein.
  • She looks like her father.Sie sieht ihrem Vater ähnlich.
  • That sounds like a good idea.Das klingt nach einer guten Idee.

Unterschied zum Deutschen

„Aussehen“ heißt look, ohne out: „Du siehst müde aus“ → You look tired. „Aussehen wie“ und „ähnlich sehen“ heißen look like: „Anna sieht ihrer Mutter ähnlich“ → Anna looks like her mother. Like steht nur vor einem Nomen; vor einem Adjektiv steht es nie: „Das Konzert klingt toll“ → The concert sounds great. Wie im Deutschen folgt auf diese Verben ein Adjektiv; weil das englische Adverb meist auf -ly endet, ist You look sadly falsch. „Ich fühle mich müde“ heißt I feel tired, ohne Reflexivpronomen.

Häufige Fehler

  • You look sadly. → You look sad.Auf look, seem und sound folgt ein Adjektiv.
  • You look out tired. → You look tired.„Aussehen“ heißt look; look out bedeutet „aufpassen“.
  • She looks her mother. → She looks like her mother.Bei einer Ähnlichkeit folgt auf look das Wort like.
  • The concert sounds like great. → The concert sounds great.Vor einem Adjektiv steht kein like.
  • I feel me tired. → I feel tired.Feel steht ohne Reflexivpronomen.

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Adjektive aus Nomen: -y, -ful, -ous#

Bildung

Viele Adjektive werden durch Anhängen einer Endung an ein Nomen gebildet: -y, -ful oder -ous.

EndungNomen → AdjektivHinweis
-yrain → rainy, wind → windy, cloud → cloudy, health → healthy
-ysun → sunny, fun → funnyder Endkonsonant wird verdoppelt
-ynoise → noisydas e am Wortende fällt weg
-fulcare → careful, use → useful, colour → colourfulnur ein l
-ousdanger → dangerous, fame → famousdas e am Wortende fällt weg
  • It’s a sunny day.Es ist ein sonniger Tag.
  • Our neighbours’ dog is very noisy.Der Hund unserer Nachbarn ist sehr laut.
  • Be careful, this road is dangerous.Pass auf, diese Straße ist gefährlich.

Diese Adjektive stehen wie andere Adjektive vor dem Nomen oder nach be. Beim Wetter werden it’s und das Adjektiv verwendet: It’s windy („Es ist windig“), It’s sunny („Es ist sonnig“, „Die Sonne scheint“).

Unterschied zum Deutschen

Die deutsche Endung „-ig“ entspricht oft -y: „sonnig“ → sunny, „windig“ → windy, „wolkig“ → cloudy. Die Endung „-voll“ entspricht oft -ful, wird aber mit nur einem l geschrieben: „hoffnungsvoll“ → hopeful, „wundervoll“ → wonderful. Die Endung -ous hat keine feste deutsche Entsprechung: „gefährlich“ → dangerous, „berühmt“ → famous.

Häufige Fehler

  • carefull → carefulDie Endung -ful wird mit nur einem l geschrieben.
  • funy → funnyNach einem kurzen Vokal wird der Endkonsonant vor -y verdoppelt.
  • noisey → noisyDas e am Wortende fällt vor -y weg.

Überblick

PunktRegelBeispiel
langer Komparativmore + Adjektiv + thanmore expensive than
langer Superlativthe most + Adjektivthe most expensive
unregelmäßiggood, better, the best; bad, worse, the worstbetter than
Gleichheitas + Adjektiv + asas old as me
AusrufWhat a + Nomen! How + Adjektiv!What a view! How nice!
Adverb der Art und WeiseAdjektiv + -ly; good → wellslowly, well
Gefühl-ed: man empfindet es; -ing: es löst das Gefühl ausbored, boring
Eindrucklook, seem, sound + Adjektiv; look like + NomenYou look happy.
Adjektiv aus einem NomenNomen + -y, -ful, -ousrainy, careful, famous

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